Festspiel-Rede

Van der Bellen: "Gemeinsam ein Bier trinken"

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen beschwor bei den Bregenzer Festspielen das Miteinander. Er betonte, dass wir frei sind, zu sagen, was wir denken. Dass wir streiten können und trotzdem danach gemeinsam feiern.
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Bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele fand Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Rede klare Worte. Er beschrieb die liberale Demokratie und warnte vor Polarisierung.

"Wir können miteinander streiten..."

Was bedeutet die freie, liberale Demokratie? Van der Bellen erklärte das in seiner Rede: "Zum Beispiel, dass wir frei sind, zu sagen, was wir denken. Dass wir frei wählen können, wen wir wollen. Dass unsere Gerichte unabhängig entscheiden und wir alle vor dem Gesetz gleich sind. Dass wir lieben können, wen wir eben lieben."

“Dass wir miteinander streiten können – richtige Meinungsverschiedenheiten haben – und trotzdem miteinander auskommen können. Und beim Feuerwehrfest trotz allem gemeinsam ein Bier trinken können.”

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Freie, liberale Demokratie sei eine tägliche Übung, sagte VdB in Bregenz.

"Die einfachen Antworten sind nicht immer die richtigen"

Bregenzer Festspielen 2026: - La traviata © ORF

"Die einfachen Antworten sind nicht immer die richtigen", meinte der Bundespräsident. Er zählte auf:

  • Es ist leicht, Wut zu schüren. Schwieriger ist es, Lösungen zu finden.
  • Es ist leicht, Vertrauen zu zerstören. Schwieriger ist es, Vertrauen aufzubauen.
  • Es ist leicht, Menschen gegeneinander auszuspielen. Schwieriger ist es, sie zusammenzubringen.

"Worum geht’s im Kern?", fragte VdB. Und antwortete: Freiheit. Gleichheit. Geschwisterlichkeit. Menschenwürde. Rechtsstaatlichkeit.  Mitmenschlichkeit. Und Verantwortung.

Das seien keine altmodischen Begriffe aus dem Schulbuch. "Das sind die tragenden Fundamente unseres Hauses Österreich. Und dieses Haus muss gepflegt werden. Nicht nur vom Parlament und der Regierung. Nicht nur von Gerichten, Medien oder Schulen. Nein: Von uns allen."

Jeder muss aufstehen: Ich mach nicht mit

Man erwarte sich von Eltern, dass sie ihren Kindern beibringen, nicht nach unten zu treten und nach oben zu buckeln. Und von jedem einzelnen Menschen, der, wenn andere verächtlich gemacht werden oder versucht wird, das Niedrigste aus den Menschen herauszuholen, dass er aufsteht und sagt: Ich mach nicht mit.