In Deutschland

Verbund plant 500-MW-Wasserstoff-Projekt

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Verbund und EWE haben Details zu einem großen Joint Venture in Niedersachsen bekanntgegeben. Geplant: Elektrolyseur mit 50.000 Tonnen Jahreskapazität. Die finale Investition hängt von der EU-Regulierung ab.
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Der österreichische Stromkonzern Verbund und das deutsche Energieunternehmen EWE haben am Freitag konkrete Details zu ihrem geplanten Wasserstoff-Joint-Venture bekanntgegeben. In der niedersächsischen Wesermarsch soll unter dem Namen "CHC Elektrolyse JadeWeser" ein Elektrolyseur mit einer Leistung von bis zu 500 Megawatt (MW) entstehen. Das Vorhaben zählt zu den größten Wasserstoffprojekten Europas.

Die Anlage soll ab 2032 jährlich rund 50.000 Tonnen grünen Wasserstoff für Industrie, Verkehr und den Energiesektor liefern. Als Standort dienen gesicherte Flächen im Stadtgebiet von Nordenham, wo ein Anschluss an das 380-kV-Stromnetz und an das künftige deutsche Wasserstoff-Kernnetz besteht.

Die Partner verfügen gemeinsam bereits über Wasserstoffprojekte mit einer Leistung von rund 400 MW in Betrieb oder Umsetzung. Die EU-Kommission hatte den wettbewerbsrechtlichen Zusammenschluss der EWE Hydrogen GmbH und der VERBUND Green Hydrogen GmbH bereits Anfang Juli genehmigt, wie die APA berichtete.

“Die Energiewende braucht leistungsfähige europäische Partnerschaften”

Verbund-CEO Michael Strugl

Investitionsentscheidung an EU-Auflagen geknüpft

Die finale Investitionsentscheidung für das Vorhaben ist allerdings noch offen. Wie das "Handelsblatt" am Freitag berichtete, knüpfen die Konzernchefs die Realisierung an Erleichterungen bei den EU-Produktionskriterien für erneuerbaren Wasserstoff.

"Wenn alles so bliebe wie jetzt, könnten wir keine finale Investitionsentscheidung treffen", zitierte die Zeitung EWE-Vorstandschef Stefan Dohler. Bei einer Anpassung der Regulierung hält Dohler Produktionskosten von unter 5 Euro je Kilogramm für möglich, während unter den derzeitigen Bedingungen 8 bis 10 Euro realistisch erschienen.

"Die Energiewende braucht leistungsfähige europäische Partnerschaften", erklärte Verbund-CEO Michael Strugl. Mit dem Joint Venture bündele man die Stärken zweier etablierter Energieunternehmen für eine sichere Versorgung, das Projekt sei ein wichtiger Baustein einer künftigen europäischen Wasserstoffwirtschaft. Laut "Handelsblatt" stockt der Markthochlauf in Deutschland derzeit vor allem wegen strenger EU-Vorgaben.