Explosion

Video zeigt Anschlag in Monaco auf Oligarchen

© X/@nexta_tv
In Monaco wurde Ende Juni ein ukrainischer Oligarch samt Familie Ziel eines verheerenden Bombenanschlags. Nun veröffentlichten Behörden ein Video, das die schreckliche Tat zeigen soll.
Zur Vollversion des Artikels

Der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajew, seine Partnerin Anna Nasobina sowie deren gemeinsamer Sohn wurden am 29. Juni Opfer eines Anschlags. In einem luxuriösen Wohnblock an der Rue Révérend Père Louis Frolla in Monaco explodierte ein per Fernzünder ausgelöster Sprengsatz. Während der 13-jährige Sohn leichte Verletzungen erlitt, wurden Jermolajew und Nasobina schwer getroffen.

Der 58-Jährige erwachte nach dem Anschlag aus dem Koma, seiner 46-jährigen Partnerin mussten in der Folge beide Beine amputiert werden.

Beweisstück trotz Löschung gesichert

Am Freitag veröffentlichte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Kravchenko via Telegram ein Überwachungsvideo der Tat. Die Kamera war laut Behördenangaben von den Attentätern selbst am Tatort angebracht worden, um den Erfolg des Anschlags zu dokumentieren. Kravchenko sagte, dass die Ermittler hiermit "eines der wichtigsten Beweisstücke wiedergefunden haben, das die Verdächtigen zu vernichten versucht hatten". Das Video zeigt, wie eine Person einen Rucksack vor dem Eingang platziert, bevor es kurz darauf zur Explosion kommt. Unmittelbar davor ist zu sehen, wie die Familie das Gebäude betritt.

Attentat in Monaco: Video zeigt den Oligarchen-Anschlag (Screenshot) © X/@nexta_tv

Fahndung nach der Tat

Die Fahndung nach den Verantwortlichen zog sich bis in den Juli. Am Abend des 6. Juli wurde die 39-jährige Ukrainerin Anastasia Beresowskaja, die als tatverdächtig galt, erschossen nahe Kiew aufgefunden.

Bild des Monaco-Anschlag und das Verdächtigenfoto. © AFP

Im Zusammenhang mit dem Anschlag wurden zudem zwei weitere Männer festgenommen. Bei ihnen handelt es sich laut Informationen um einen ehemaligen Polizisten sowie einen Mitarbeiter der Hauptnachrichtendirektion (GUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums.