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Vienna Design Week feiert Jubiläum mit Plakat-Schau

© MAK/Christian Mendez
20 Jahre Festivalgeschichte werden im MAK zur Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen jene Plakate, die den Auftritt der Vienna Design Week geprägt haben.
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Seit zwei Jahrzehnten bringt die Vienna Design Week Design an unterschiedliche Orte der Stadt und macht dabei auch Werkstätten und Handwerksbetriebe zu Schauplätzen des Festivals. Zum Jubiläum holt das MAK nun sämtliche Plakatkampagnen des Festivals ins Museum. Die Ausstellung "20 Jahre Vienna Design Week. Eine Stadt voller Plakate" wird am Dienstagabend bei freiem Eintritt eröffnet.

Die Geschichte des Festivals begann 2006 noch als Experiment. Lilli Hollein, Tulga Beyerle und Thomas Geisler gründeten die Initiative mit dem Ziel, Design aus der Luxus- und Dekoecke zu holen und stärker in den Alltag der Stadt zu bringen. Seit der ersten regulären Ausgabe 2007 ist das MAK enger Partner der Design Week. Seit 2021 wird das Festival von Gabriel Roland geleitet.

Stadt wird zum Design-Labor

Eine fixe Heimat hat die Vienna Design Week bewusst nicht. Statt in einer Messehalle findet das Festival jedes Jahr an unterschiedlichen Orten statt und macht Werkstätten, Betriebe und andere Teile der Stadt zu Schauplätzen für Gestaltung. Dazu entstanden eigene Formate wie die "Passionswege", bei denen internationale Designstudios mit Wiener Handwerksbetrieben zusammenarbeiten. Die "Stadtarbeit" beschäftigt sich wiederum damit, wie Design bei gesellschaftlichen und städtischen Fragen eingesetzt werden kann.

Plakate als Teil der Festivalgeschichte

Design Week Ausstellung © MAK/Christian Mendez

Im MAK stehen nun jene Plakate im Mittelpunkt, mit denen das Festival Jahr für Jahr angekündigt wurde. Klassische Produktwerbung war dabei nie das Ziel. Unterschiedliche Grafikstudios erhielten viel gestalterische Freiheit, während die Wortmarke "Vienna Design Week" als wiederkehrendes Element erhalten blieb.

An den Kampagnen arbeiteten unter anderem Bia Grabner und Rudolf Zündel, Fredmansky, Studio Sirene und Bueronardin. Besonders lange prägten Christof Nardin und Pascal Magino von Bueronardin das Erscheinungsbild. Von 2011 bis 2024 zeichneten sie für die grafische Identität verantwortlich. Auch international fanden einzelne Sujets Beachtung. Eine Kampagne aus dem Jahr 2020 wurde beim Wettbewerb "100 Beste Plakate. Deutschland Österreich Schweiz" ausgezeichnet. Bereits 2013 schaffte es eines der Plakate ins Finale der European Design Awards.

Die Ausstellung zeigt die Kampagnen erstmals als Gesamtschau und macht damit sichtbar, wie sich nicht nur das Festival, sondern auch seine grafische Sprache über zwei Jahrzehnte verändert hat.