Maut-Tarife

SO bekommt man die Vignette 2027 billiger

© APA/ROLAND SCHLAGER
Die ASFINAG hebt die Tarife für die Autobahn-Vignette im kommenden Jahr moderat um zwei Prozent an und bleibt damit bewusst unter der aktuellen Teuerungsrate. Autofahrer können zudem von einer Übergangsfrist profitieren: Wer sich die Jahresvignette für 2027 noch bis zum Jahresende 2026 sichert, bezahlt den bisherigen Preis.
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Die turnusmäßige Valorisierung der Autobahnmaut fällt für das kommende Jahr deutlich sanfter aus als in früheren Perioden. Während viele Lebensbereiche weiterhin unter spürbaren Teuerungswellen leiden, begrenzt der staatliche Autobahnbetreiber den Preissprung bei der Vignette auf exakt zwei Prozent. Damit orientiert sich der Mautkonzern ganz bewusst an einer Entlastung der Verkehrsteilnehmer.

Besonders relevant für das Budget der Autofahrer ist der Stichtag der Neuregelung: Der neue Tarif tritt erst mit 1. Jänner 2027 in Kraft. Wer vorausschauend agiert und seine Digitale Vignette für 2027 vor dem Jahreswechsel erwirbt, bezahlt weiterhin den alten Betrag:

  • Kauf bis 31. Dezember 2026: Der Preis bleibt unverändert bei 106,80 Euro für die Jahres-Vignette.
  • Kauf ab 1. Jänner 2027: Nach der Anpassung um zwei Prozent kostet die Jahres-Vignette 108,90 Euro.
  • Bestehende Abos: Autofahrer mit einem aufrechten Vignetten-Abo profitieren automatisch noch vom bisherigen Tarif.

Klebevignette vor dem endgültigen Aus

Hinter der Tarifstrategie der ASFINAG steht ein historischer Umbruch im heimischen Autobahnnetz. Das traditionelle Pickerl zum Aufkleben auf die Windschutzscheibe wird endgültig abgeschafft. Ab dem 1. Dezember 2026 stellt die ASFINAG den Vertrieb der klassischen Klebevignette vollständig ein.

Der Übergang vollzieht sich in zwei klaren Schritten:

  • Verkaufsstopp: Ab dem 1. Dezember 2026 werden ausnahmslos keine Klebevignetten mehr an den Vertriebsstellen ausgegeben.
  • Gültigkeitsende: Ab dem 1. Februar 2027 gilt auf allen österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen ausschließlich das digitale System.

Schon heute nutzen mehr als drei Viertel aller Fahrzeuglenker die digitale Variante. Mit der gedämpften Preisanpassung soll den verbliebenen Nutzern des Klebepickerls der Abschied von der Folie an der Scheibe erleichtert werden.

Vorteile des digitalen Systems für Fahrzeughalter

Für die Kunden bleiben abseits des Trägermediums alle gewohnten Produkte erhalten, da sich die Preisanpassung rein auf die Vignettentarife bezieht. Der Umstieg bringt für Autofahrer handfeste Erleichterungen im Alltag, wie ASFINAG-Sprecher Andreas Steindl betont:

  • Kennzeichenbindung: Die Maut ist direkt auf das Kennzeichen registriert, womit das mühsame Kleben und Abkratzen der Vignette entfällt.
  • Wechselkennzeichen: Mehrere Fahrzeuge auf einem Kennzeichen benötigen keine separaten Jahres-Vignetten mehr.
  • Scheibenbruch & Tausch: Bei einem Tausch der Windschutzscheibe ist kein Ersatzantrag mehr nötig, da keine Folie zerstört wird.

Verkaufsstart für das Mautjahr 2027 im November

Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, rollt die ASFINAG eine breit angelegte Informationskampagne aus und rüstet ihre Vertriebswege im Internet sowie bei den Partnern massiv auf.

Der offizielle Verkaufsstart für die Digitale Vignette für das Mautjahr 2027 fällt bereits auf Anfang November 2026. Verkehrsteilnehmer müssen dabei jedoch eine zentrale Regelung beachten: Sämtliche ab November erworbenen Vignetten für das neue Jahr entfalten ihre Gültigkeit erst ab dem 1. Dezember 2026. Wer sich rechtzeitig eindeckt, umgeht nicht nur den letzten Ansturm, sondern sichert sich zugleich die Fahrt zum vergünstigten Alttarif.