Showdown
Parteiausschluss? Ruck geht in Brief auf ÖVP los
Wie seit Tagen kolportiert, droht dem mächtigen Wirtschaftskammerchef am Freitag der Parteiausschluss aus der ÖVP. Walter Ruck meldete sich jetzt in einem Schreiben persönlich zu Wort. In einem Brief an den Bundesparteivorstand der ÖVP, der oe24 in voller Länge vorliegt, zeigt sich Ruck "verwundert" über die jüngsten Entwicklungen im Parteivorstand.
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Abgesagter Termin beim Ethikrat
Für nächste Woche sei eigentlich ein Gespräch mit dem ÖVP-Ethikrat vereinbart gewesen, "um die laufende Medienkampagne zu besprechen und sich daraus ergebende Fragen zu erörtern". Dieser Termin sei jedoch am Donnerstag abgesagt worden, wie Ruck in seinem Brief weiter ausführt.
Ultimatum für schriftliche Erklärung
Zudem sei von ihm verlangt worden, bis Freitag um 12 Uhr eine Erklärung abzugeben. Wie die weiteren Schritte innerhalb der Partei nach diesem Schreiben aussehen, ist derzeit noch unklar.
Der ganze Ruck-Brief:
Ruck will weitermachen
Der WKW-Boss weist die Kritik an angeblichen Aussagen zurück und stellt klar: Auch bei einem Parteiausschluss will er Chef der Wiener Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbundes bleiben. Wie er betont, wolle er "mit vollem Herzblut" weiterarbeiten.
"Potenziell illegal angefertigten Aufnahme"
Der WKW-Boss weist darauf hin, dass die Echtheit der kritisierten Aussagen von ihm nie bestätigt wurde. Er betonte, dass er die Echtheit der "potenziell illegal angefertigten Aufnahme" nicht verifizieren konnte, sofern diese überhaupt existiere. Zudem habe er den Kampagnenmachern bisher nicht den Gefallen getan, auf durchschaubare Manöver zu reagieren.