Showdown

Parteiausschluss? Ruck geht in Brief auf ÖVP los

© APA/GEORG HOCHMUTH
Der Showdown um den Wiener Wirtschaftskammer-Chef Walter Ruck spitzt sich immer weiter zu. Ruck droht heute der Ausschluss aus der ÖVP. Der Kammer-Boss geht vorher noch in die Offensive und wandte sich mit einem Brief an seine Partei. oe24 liegt das brisante Schreiben vor.
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Wie seit Tagen kolportiert, droht dem mächtigen Wirtschaftskammerchef am Freitag der Parteiausschluss aus der ÖVP. Walter Ruck meldete sich jetzt in einem Schreiben persönlich zu Wort. In einem Brief an den Bundesparteivorstand der ÖVP, der oe24 in voller Länge vorliegt, zeigt sich Ruck "verwundert" über die jüngsten Entwicklungen im Parteivorstand.

Wirtschaftsreport Wien Spezial der WH Media GmbH zum Thema Kleine Betriebe sind das Rückgrat der Wirtschaft, K47, Wien, 13.6.2023 - Walter RUCK © Andreas Tischler / Vienna Press

Abgesagter Termin beim Ethikrat

Für nächste Woche sei eigentlich ein Gespräch mit dem ÖVP-Ethikrat vereinbart gewesen, "um die laufende Medienkampagne zu besprechen und sich daraus ergebende Fragen zu erörtern". Dieser Termin sei jedoch am Donnerstag abgesagt worden, wie Ruck in seinem Brief weiter ausführt.

Ultimatum für schriftliche Erklärung

Zudem sei von ihm verlangt worden, bis Freitag um 12 Uhr eine Erklärung abzugeben. Wie die weiteren Schritte innerhalb der Partei nach diesem Schreiben aussehen, ist derzeit noch unklar.

Der ganze Ruck-Brief:

Der Ruck-Brief an den Parteivorstand der ÖVP. © oe24

Ruck will weitermachen

Der WKW-Boss weist die Kritik an angeblichen Aussagen zurück und stellt klar: Auch bei einem Parteiausschluss will er Chef der Wiener Wirtschaftskammer und des Wirtschaftsbundes bleiben. Wie er betont, wolle er "mit vollem Herzblut" weiterarbeiten.

"Potenziell illegal angefertigten Aufnahme"

Der WKW-Boss weist darauf hin, dass die Echtheit der kritisierten Aussagen von ihm nie bestätigt wurde. Er betonte, dass er die Echtheit der "potenziell illegal angefertigten Aufnahme" nicht verifizieren konnte, sofern diese überhaupt existiere. Zudem habe er den Kampagnenmachern bisher nicht den Gefallen getan, auf durchschaubare Manöver zu reagieren.