Laut Medienbericht

VW besiegelt das Aus für vier Werke

© APA/dpa/Stefan Rampfel
Einem Medienbericht zufolge hat der VW-Vorstand das Aus für vier Werke beschlossen. Der drastische Sparkurs ruft nun massiven Widerstand bei den Arbeitnehmervertretern auf den Plan.
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Deutschland. Nachdem VW-Manager zuletzt auf acht Betriebsversammlungen keine konkreten Antworten zu möglichen Fabrikschließungen und zum Jobabbau gaben, scheint der Vorstand nun Tatsachen geschaffen zu haben. Einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge hat der VW-Vorstand nun einstimmig das Aus für vier deutsche Standorte beschlossen. Demnach soll die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden. Bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover ist der Produktionsstopp für 2032 vorgesehen und am Audi-Standort Neckarsulm für 2034. Dem Magazin zufolge kann der Vorstand dieses sogenannte "Leerlaufen von Werken" sogar am Aufsichtsrat vorbei in die Wege leiten.

Fehlende Wettbewerbsfähigkeit als Grund

Bereits am Freitag steht das Thema im Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Laut dem Bericht will Konzernchef Oliver Blume (58) dort ein entsprechendes Dokument vorlegen. Unter dem Titel "Bericht zum Konzeptbeschluss Aufsichtsrat 3./4. September 2026" wird darin argumentiert, dass die derzeitigen Strukturen nicht mehr ausreichen würden, "um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität des Volkswagen-Konzerns langfristig sicherzustellen". Im vergangenen Juli hatte Blume im Kontrollgremium für seine Pläne noch keine Mehrheit gefunden. Volkswagen selbst wollte den Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur AFP nicht bestätigen. Ein Konzernsprecher bat um Verständnis, dass man interne Unterlagen nicht kommentiere und den zuständigen Gremien nicht vorgreifen wolle.

Kostenunterschiede zu anderen Werken

Am Montag wandte sich Finanzvorstand Arno Antlitz (56) in Hannover an die Beschäftigten. Er verwies dabei auf die "großen Kostenunterschiede zu anderen europäischen Werken". Deshalb gebe es aus aktueller Sicht für vier Standorte "keine wirtschaftliche Nachbelegung", sobald die derzeitigen Produkte Anfang der 2030er Jahre auslaufen. Antlitz betonte jedoch, dass die Verantwortung des Vorstands damit nicht ende. Es gehe im Gegenteil darum, neue Perspektiven für die Beschäftigung an den betroffenen Standorten zu schaffen.