Rekordtag
Warum der 26. September Österreichs häufigster Geburtstag ist
An keinem anderen Tag sind in Österreich mehr Menschen geboren worden als am 26. September. Insgesamt haben 21.121 Menschen an diesem Tag Geburtstag. Dahinter stehen laut den vorliegenden Informationen die Weihnachtsfeiertage neun Monate zuvor.
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Ende September gibt es Hochbetrieb
Nach dem Spitzentag folgen der 22. und der 25. September. Das geht aus einer Auswertung der Statistik Austria hervor. Menschen, die außerhalb Österreichs geboren wurden, sind dabei nicht berücksichtigt.
Im Durchschnitt haben in Österreich täglich 19.432 Menschen Geburtstag. Die Verteilung schwankt allerdings deutlich: Ende September sind es bis zu 1.500 Menschen mehr pro Tag. Im November und Dezember sind es dagegen bis zu 1.500 weniger. Dieses Muster zeigt sich nicht nur in Österreich, sondern auf der gesamten Nordhalbkugel.
Weihnachten spielt eine Rolle
Demografinnen und Demografen der Uni Wien gehen davon aus, dass die freien Tage rund um Weihnachten für die ungewöhnliche Geburtenhäufung Ende September verantwortlich sind. Viele Paare hätten über Weihnachten frei und viel Zeit füreinander. Neun Monate später würden daraus mehr Kinder entstehen als zu anderen Zeiten.
Eine weitere Geburtenhäufung gibt es in Österreich im Februar und März. Auch hier machen Demografinnen und Demografen den "Ferieneffekt" dafür verantwortlich. Im Mai und Juni gibt es in Österreich viele gesetzliche Feiertage. Die zusätzliche Freizeit führt demnach neun Monate später zu mehr Geburten.
Winter bringt weniger Geburtstage
Verglichen mit dem Frühherbst herrscht im November und Dezember eine Geburtstagsflaute. Am 25. Dezember feiern 16.623 Menschen Geburtstag – rund ein Fünftel weniger als an den Toptagen im Frühherbst. Noch weniger Geburtstage gibt es am 29. Februar, der nur in Schaltjahren vorkommt. An diesem Tag haben 4.937 Menschen Geburtstag.
Der Trend geht allerdings in Richtung einer gleichmäßigeren Geburtstagsverteilung. Durch Verhütungsmittel lassen sich Schwangerschaften gezielter planen, wodurch ungeplante Schwangerschaften zu Weihnachten abnehmen. Die Geburtstage verteilen sich dadurch zunehmend gleichmäßig. In der Statistik macht sich diese Entwicklung allerdings erst mit Verzögerung bemerkbar.