"Österreichweit fiel rund 32 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt - das macht sich bei unseren Fließgewässern ebenso wie beim Grundwasser bemerkbar", wurde Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) in einer Aussendung am Freitag zitiert.
Das Niederschlagsdefizit betraf das gesamte Bundesgebiet, aber besonders den Osten des Landes, und verschärfte zunehmend die Situation beim Wasserhaushalt. Die Trockenheit setzte sich damit nach einem bereits trockenen und niederschlagsarmen Winter 2025/2026 und Frühling 2026 in allen drei Sommermonaten fort.
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In der heimischen Landwirtschaft hat diese Dürre historische Schäden verursacht. Betroffen sind das gesamte Bundesgebiet und sämtliche landwirtschaftlichen Kulturen, lautet die Bilanz des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).
Niedrige Abflüsse und Grundwasserstände
Ende August lagen an mehr als 95 Prozent der Pegelmessstellen die monatlichen Abflüsse unter den langjährigen Monatsmitteln. In den meisten Regionen wurden Niederwasserverhältnisse beobachtet. Auch die Grundwasserstände gingen im Verlauf des Sommers zurück. Der Anteil der Messstellen mit niedrigen oder sehr niedrigen Grundwasserständen stieg von rund 80 Prozent Ende Mai auf etwa 90 Prozent Ende August, berichtete das BMLUK. Aufgrund des schneearmen Winters und des trockenen Frühjahrs waren die unterdurchschnittlichen Grundwasserstände in Teilen Salzburgs, Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol trotz der Niederschläge im August stärker ausgeprägt als in den östlichen Bundesländern, da hier die Grundwasserkörper große Speichervolumen haben.
Nach aktuellen Prognosen der Geosphere Austria sind laut BMLUK auch in den kommenden Tagen keine flächendeckenden Niederschläge zu erwarten. Ab der kommenden Woche wird das Wetter unbeständiger und niederschlagsreicher, mit Niederschlagsmengen etwa im jahreszeitlichen Mittel und sinkender Verdunstung. In der zweiten Septemberhälfte seien zeitweise Niederschläge bei weiterhin überdurchschnittlichen Temperaturen möglich. Diese Niederschläge könnten zwar kurzfristig zu einer Entspannung bei Fließgewässern und Böden beitragen, reichen jedoch noch nicht für eine nachhaltige Erholung der Grundwasserstände und der Wasserführung aus. Für die weitere Entwicklung werde es entscheidend sein, ob sich ausreichend ergiebige und flächendeckende Niederschlagsphasen einstellen werden.