FPÖ-Obmann Herbert Kickl hat ein Zeugnis bekommen. Entscheidend dafür seine Rede über frühere Zeiten, in denen noch "nachgeholfen" werden konnte, wenn ein Kind nicht "gespurt" habe. Diese Gewalt habe laut Kickl "niemandem geschadet". Gleichzeitig deutete Kickl mit seiner Hand eine Watsche an.
Seither gehen in Österreich die Wogen hoch. "Gewalt in der Erziehung ist aus gutem Grund in Österreich seit Jahrzehnten verboten", heißt es von einer Gruppe Lehrern, die sich Kickl jetzt vorknöpfen. "In Österreich gilt die UN-Kinderrechtskonvention, die Kindern das Recht auf Schutz vor Gewalt garantiert. Wer Gewalt an Kindern verharmlost oder relativiert, stellt sich nicht nur gegen geltendes Recht, sondern verschiebt ganz bewusst die Grenzen des Sag- und Machbaren."
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"5er" für Kickl und die FPÖ
Gemeinsam mit Lehrern, Experten aus der Praxis, stellt sich die SPÖ gegen die Kickl-Aussage. Ein Bündnis aus Direktor:innen, Pädagog:innen, Sozialarbeit, Freizeitpädagogik und SPÖ-Bildungssprecher Heinrich Himmer stellt Kickl und der FPÖ zum Schulschluss die Note "5" aus.
"Zum Schulschluss bekommt FPÖ-Chef Kickl von jenen, die täglich mit Kindern arbeiten, einen klaren '5er'. Gewalt gegen Kinder ist keine Erziehungsmethode, sondern eine Straftat. Wir werden es niemals dulden, wenn jemand Gewalt gegen die Kleinsten unserer Gesellschaft verharmlost", sagt Himmer. Alexandra Brenter, eine Kindergartenleiterin fügt an: "Wer Gewalt in der Erziehung relativiert, sendet ein fatales Signal. Gewalt ist kein Erziehungsmittel. Sie zerstört Vertrauen, erzeugt Angst und hinterlässt Spuren, die bleiben. Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist es, Kinder zu schützen."