1,2 Gigawatt

Weltrekord: In Schweiz entsteht größte Vanadium-Flow-Batterie

© APA/KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
In der Schweiz entsteht die weltgrößte Vanadium-Flow-Batterie mit 1,2 Gigawatt. Im Gegensatz zu einer Lithium-Ionen-Batterie ist das Modell weder brennbar noch explosiv.
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Das Unternehmen FlexBase baut in Laufenburg in der Schweiz ein Technologiezentrum. Dessen Herzstück ist eine Batterie, die dereinst dabei helfen soll, das Stromnetz zu stabilisieren. Aus Sicht von FlexBase-CEO Marcel Aumer kann das aber nur der Anfang sein.

Die vorgesehene Speicherkapazität von 2,1 Gigawattstunden entspricht laut FlexBase dem Strombedarf von 170.000 Haushalten über 24 Stunden.

  • Bis Ende 2028 soll der Rohbau des Technologiezentrums stehen,
  • die Batterie bis 2032 in Betrieb gehen.

Großbaustelle

Beim Besuch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei FlexBase Mitte September war die Großbaustelle in Laufenburg vor allem durch eine beachtliche Baugrube und zahlreiche Kräne gezeichnet. In Zukunft soll dort ein Gebäude stehen, 218 Meter lang, 80 Meter breit, 25 Meter tief und 30 Meter hoch, wie Aumer erklärte. Um sich ins Landschaftsbild einzufügen, wird der Betonbau mit einer blauen Photovoltaikanlage umhüllt, wie Aumer sagte.

Im Kern steht die Batterie: 1,2 Gigawatt

Die PV-Anlage stehe aber in keinem Verhältnis zum Batteriespeicher, der verbaut werde, so Aumer. Damaliger Planungsstand: Bis 2029 108 Vanadium-Redox-Flow-Batterien (VRFB) mit einer maximalen Leistung von 1,2 Gigawatt.

Im Gegensatz zu einer Lithium-Ionen-Batterie ist das in Laufenburg geplante VRFB-Modell weder brennbar noch explosiv, wie Aumer festhielt. Die Tanks seien größtenteils mit Wasser gefüllt, was auch die Entsorgung vereinfache. Und das darin gelöste Vanadium, das als Elektrolyt eingesetzt werde, sei wiederverwendbar. Degradation gebe es kaum und die Lebensdauer von Redox-Flow sei höher als jene von Lithium-Ionen-Speichern, deren Entsorgungsproblem nicht gelöst sei.

Die bisher größte solche Anlage steht in China und ist Anfang des Jahres in Betrieb gegangen, wie Rongke Power damals mitgeteilt hatte. Gemäß Zahlen des Unternehmens belaufen sich Kapazität und Leistung auf eine Gigawattstunde und 200 Megawatt - also deutlich weniger, als in Laufenburg entstehen sollen. Aus Aumers Sicht ist es die Technologie für eine nachhaltige Zukunft und sie ist weltweit auf dem Vormarsch.