DFB-KAPITÄN

»Wie k*** wäre das?« Klopp kapituliert vor Kimmich-Debatte

© APA/AFP/SAKIS MITROLIDIS
Jürgen Klopp lobt seine jungen Mittelfeldspieler, schon wird über Joshua Kimmich diskutiert. Der Bundestrainer reagiert mit Humor – und einer Klarstellung.
Zur Vollversion des Artikels

Jürgen Klopp reagierte auf die anhaltende Diskussion über Joshua Kimmich mit einer lachenden Kapitulation. "Ich gebe auf. Offiziell. Jetzt schon. Macht, was ihr wollt", sagte der Bundestrainer bei der PK vor dem Nations-League-Spiel gegen Griechenland in Thessaloniki (ab 20.45 Uhr im Sport24-Liveticker).

Damit bezog sich Klopp auf seinen Versuch, die Debatte über seinen Kapitän zu beeinflussen. Eine sportliche Absage an Kimmich war die Aussage nicht.

Klopps Lob löste die Debatte aus

Beim 2:0 gegen Serbien hatten Florian Wirtz, Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic gemeinsam im deutschen Mittelfeld überzeugt. Bischof erzielte die Führung, Wirtz legte den zweiten Treffer nach. Klopp lobte das Trio anschließend ausdrücklich.

Weil Deutschland ohne Kimmich seinen bislang überzeugendsten Auftritt unter dem neuen Bundestrainer gezeigt hatte, rückte auch die künftige Rolle des Kapitäns in den Fokus.

AMSTERDAM,NETHERLANDS,24.SEP.26 - SOCCER - UEFA Nations League, group stage, Netherlands vs Germany. Image shows head coach Juergen Klopp and Joshua Kimmich (GER). Photo: GEPA pictures/ Witters/ Tim Groothuis - ATTENTION - COPYRIGHT FOR AUSTRIAN CLIENTS ONLY - DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video © GEPA pictures

Der Bayern-Profi fehlte allerdings planmäßig. Er gehörte zum ersten Teil von Klopps aufgeteiltem Kader und hatte seine beiden Einsätze bereits absolviert.

Drei Mittelfeldspieler - »Wie kacke wär das denn?«

Klopp machte deutlich, dass er seine Freude über die Leistung gegen Serbien nicht wegen möglicher Rückschlüsse auf andere Spieler zurückhalten wolle. "Wie kacke wär das denn?", sagte er.

Für sein Mittelfeld benötige er unterschiedliche Qualitäten. Dazu zählten Führungsstärke, Laufvermögen und Kreativität. Zudem brauche er mehr als jene drei Spieler, die gegen Serbien gemeinsam auf dem Platz gestanden hatten.

Aus dem starken Auftritt von Bischof, Pavlovic und Wirtz leitete Klopp deshalb keine Entscheidung gegen Kimmich ab. Eine Stammplatzgarantie für den Kapitän gab er ebenfalls nicht.

Auch zu Kimmich fand Klopp klare Worte: "Ich bin happy. Ich freue mich, dass Jo Kimmich deutscher Nationalspieler ist – und alle anderen auch."