Wiederaufbau

Wiesbauer: Vom Millionenschaden zur Millioneninvestition

© Wiesbauer
Wo 2024 noch Lkw im Hochwasser versanken, entsteht jetzt ein Logistik-Kraftwerk der Zukunft: Der niederösterreichische Feinkost-Riese Wiesbauer pumpt satte 18 Millionen Euro in den Ausbau seines Standorts Sitzenberg-Reidling (Bezirk Tulln) – und macht damit aus einer Krise eine Erfolgsstory.
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Die Bilder von damals sitzen tief: Lkw schwimmend am Parkplatz, verdorbenes Fleisch im Wert von fünf Millionen Euro, zerstörte Maschinen. Die Flutkatastrophe 2024 riss ein 15-Millionen-Loch in die Bilanz. Doch statt aufzugeben, drückte Wiesbauer aufs Gaspedal: Die Ausbaupläne, die es ohnehin schon gab, wurden zur Dringlichkeit erklärt.

High-Tech statt Handarbeit

Auf 4.800 Quadratmetern entsteht nun ein hochmodernes Zukunftszentrum: ein neues Sous-Vide-Lager, eine topmoderne Kistenwaschanlage und eine gigantische 700-Quadratmeter-Tiefkühlanlage – vollautomatisiert. Die 255 Mitarbeiter am Standort dürfen aufatmen: Schweres Schleppen und Einschlichten von Ware gehört bald der Vergangenheit an. Weniger körperliche Belastung, weniger Fehler, maximale Lagerkapazität – ein Gewinn für alle.

Bis 2028 soll alles stehen

Das Ziel ist ambitioniert, aber klar: Bis Ende 2028 soll der Umbau abgeschlossen sein. Profitieren werden davon auch die rund 2.500 Gastronomen, Hoteliers und Würstelstände in der Ostregion, die von Wiesbauer beliefert werden. Aus der Not eine Tugend gemacht: Was als Krisenreaktion begann, wird zum Meilenstein für die Zukunft des Traditionsunternehmens.