Causa Ruck

Wirtschaftsbund tobt über Intrige: "Grenze überschritten"

© APA/GEORG HOCHMUTH
Von einer "beispiellosen" Aktion spricht der Wirtschaftsbund Wien nach den oe24-Enthüllungen rund um die Causa Ruck.
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„Dass der intern schwer unter Druck stehende SWV-Präsident zu solchen Mitteln greift ist beispiellos. Marko Fischer hat mit seiner Intrige nun eine Grenze überschritten", tobt Wirtschaftsbund-Wien-Direktor Florian Kollenz nach den oe24-Enthüllungen via Aussendung.

Bekanntlich hat oe24 Teile der im Zentrum der Affäre stehenden Tonbandaufnahme veröffentlicht und aufgedeckt, wer die Aufnahme angefertigt haben soll.

Demnach soll ausgerechnet Rucks Vize, SWV-Chef Marko Fischer, auf den Aufnahmeknopf gedrückt haben. Sein Anwalt bestätigte oe24, dass Fischer bei der Gesprächsrunde am 21. November 2025 dabei war. Er habe aber keine Einladung zu einem Notartermin erhalten. Wie von oe24 berichtet, sollen die anderen Gesprächsteilnehmer eine eidesstattliche Erklärung abgegeben haben, wonach sie die Aufnahme nicht angefertigt hätten. "Zu Inhalt und Umständen vertraulicher Gespräche äußert sich Herr Präsident Fischer nicht", so sein Anwalt.

"Gesprächsbasis mit ihm ist zerstört"

Der Wirtschaftsbund Wien übt nun jedenfalls scharfe Kritik an Fischer: "Als Vertreter der Wirtschaftskammer Wien dem eigenen Haus einen Schaden zufügen zu wollen, disqualifiziert für jegliche Betätigung in der Zukunft. Mit so jemandem ist eine Zusammenarbeit und Austausch nicht mehr möglich. Jegliche Gesprächsbasis mit ihm ist zerstört, eine weitere Zusammenarbeit ausgeschlossen“, so Kollenz.

Davon unberührt sei aber die "hervorragende Zusammenarbeit unserer Funktionärinnen und Funktionäre in den Fachgruppen, Sparten und allen anderen Ebenen mit Kolleginnen und Kollegen des SVW", so der WB-Wien-Direktor.