Ukraine

Witkoff und Kushner per Zug in Kiew eingetroffen

© APA/AFP/ROMAN PILIPEY
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Kiew eingetroffen.
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Die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump kamen per Zug aus Polen in der ukrainischen Hauptstadt an, wie ein AFP-Fotograf und Reuters-Augenzeugen berichteten. Witkoff und Kushner waren zuvor in Moskau, wo sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen hatten. Ziel der Beratungen ist die Beendigung des Krieges.

Es handelt sich um den allerersten Besuch der beiden Unterhändler seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022. Die beiden Geschäftsleute haben dagegen Moskau schon mehrmals besucht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte unmittelbar vor dem Treffen mit den US-Sondergesandten mitgeteilt, dass sein Land ein Ende des von Russland begonnenen Krieges wolle. Die Ukraine brauche aber Sicherheitsgarantien.

Trump: "Vorschlag zur Beendigung des Kriegs"

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag mitgeteilt, die beiden würden mit einem Vorschlag "zur Beendigung des Kriegs" am Wochenende Kiew und Moskau besuchen. In der russischen Hauptstadt waren Trumps Schwiegersohn Kushner und Witkoff am Samstag. Nach ihrem Treffen mit Putin teilte das Weiße Haus mit, die beiden hätten mit dem Kreml-Chef "konkrete Pläne" für die nächsten Schritte erörtert. Die erörterten Pläne würden in den kommenden Wochen bekannt gegeben, erklärte die US-Regierung weiter.

Aus Moskau hieß es, die Gespräche seien "äußerst ehrlich" gewesen. "Das Gespräch war konstruktiv, äußerst offen und vertrauensvoll", sagte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow. Die russische Seite habe den US-Vertretern mitgeteilt, Moskau sei "zuversichtlich", seine militärischen Ziele - die Eroberung des restlichen Ostens der Ukraine - erreichen zu können.

Der Besuch der US-Gesandten in Russland und der Ukraine soll die stockenden Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs wieder beleben. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben verkündet, drei Tage lang die jeweiligen Hauptstädte nicht anzugreifen, um die Gespräche zu ermöglichen.

Wechselseitige Luftangriffe trotz US-Vermittlungsmission

Angesichts der US-Vermittlungsmission haben Russland und die Ukraine wie vereinbart die Hauptstädte Kiew und Moskau von Angriffen verschont, an anderen Stellen aber aus der Luft attackiert. In der Ukraine wurde die frontnahe Großstadt Saporischschja beschossen, es gab nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow Opfer. An der Grenze der Ukraine nach Rumänien trafen russische Drohnen nach Angaben örtlicher Behörden einen Grenzübergang. Dieser musste zeitweise geschlossen werden. Am Samstagabend tötete eine russische Drohne in der Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw drei Mitglieder einer Familie.

Brand in russischer Raffinerie

In Russland verursachte ein ukrainischer Drohnenangriff einen Brand in der Raffinerie von Rjasan südöstlich von Moskau, wie Telegramkanäle inoffiziell berichteten. Regionalgouverneur Pawel Malkow bestätigte den Angriff und ein Feuer in einem nicht näher bezeichneten Industriebetrieb. Drohnenattacken wurden auch aus dem Gebiet Rostow in Südrussland gemeldet.