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Zahlte Gunkl Schweigegeld mit Corona-Hilfen?

© APA/EVA MANHART
Der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte Kabarett-Star Günther "Gunkl" Paal wurde auf eine erhebliche Summe Schweigegeld erpresst. Zahlte er einen Teil davon mit Coronahilfen aus Steuergeld?
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Immer schauderhaftere Details werden im Fall um den Kabarettisten Günther "Gunkl" Paal bekannt: Dem 64-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft Wien ein sexueller Übergriff auf ein vierjähriges Kind sowie der Besitz von Missbrauchsmaterial vorgeworfen. Neben dem prominenten Bühnen-Star sind die 42-jährige Petra K. und deren 63-jährige Mutter Edith L. (die Oma des Missbrauchsopfers) angeklagt.

Die beiden Slowakinnen sollen Günther Paal über einen längeren Zeitraum erpresst und knapp 189.000 Euro Schweigegeld von ihm bekommen haben - 159.000 Euro in Bar, bei der letzten Übergabe von 30.000 Euro klickten am Hauptbahnhof für die Frauen die Handschellen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Coronahilfen

Die erhebliche Erpressungssumme hat der Kabarettist durch seine künstlerischen Auftritte aufgebracht, wobei jedoch eine weitere Einnahmequelle im Raum steht.

Ein Blick in die Transparenzdatenbank der Covid-19-Wirtschaftshilfen zeigt, dass der TV-Star wie viele andere Kulturschaffende staatliche Gelder erhalten hat.

Zahlungen aus dem Steuerzahler-Topf

Im Jahr 2021 wurden dem Künstler 12.844,94 Euro überwiesen, um den Ausfall seiner Tätigkeiten in der darstellenden Kunst abzufedern. Verglichen mit manchen Branchenkollegen fällt dieser Betrag zwar eher zurückhaltend aus, sorgt aber dennoch für Diskussionen. Es entsteht dadurch eine zusätzliche Brisanz, dass mit diesen Steuergeldern über Umwege womöglich die Erpresserinnen mitfinanziert worden sein könnten.