Aber ihr Entdeckerdrang wird von Tag zu Tag größer. "Bei den Totenkopfaffen sind die Männchen nicht an der Aufzucht der Jungtiere beteiligt. Dafür helfen andere Weibchen aus der Gruppe bei der Betreuung", erklärte Tierpflegerin Melanie Tötzl am Dienstag.
Auch interessant
An sonnigen Herbsttagen ist der Nachwuchs gemeinsam mit dem Rest der Gruppe auch in der Außenanlage des historischen Affenhauses zu beobachten – und vor allem zu hören. Denn Totenkopfaffen sind ausgesprochen kommunikativ. In den südamerikanischen Regenwäldern leben sie in Gruppen von bis zu 200 Individuen. Mit einer Vielzahl unterschiedlicher Laute halten sie untereinander Kontakt, tauschen Informationen aus und pflegen ihre sozialen Beziehungen.
Kommunikative Äffchen
"Forschungsergebnisse deuten sogar darauf hin, dass ihre Kommunikation teilweise einem Dialog ähnelt. Mit sogenannten 'Chucks', kurzen Kontaktrufen, treten die Tiere in einen akustischen Austausch, der an Fragen und Antworten erinnert. Tiere, die einander als Sozialpartner bevorzugen, tauschen diese Laute häufiger aus und reagieren auch schneller aufeinander", sagte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Auch die Jungtiere machen sich bereits lautstark bemerkbar. Je nachdem, ob sie nach ihren Müttern rufen oder ausgelassen herumtollen, geben sie ganz unterschiedliche Laute von sich. (APA)