Beichte
Zverev: Geldsorgen trotz Millionen
Der internationale Tennissport gilt als eine der lukrativsten Sportarten der Welt, in der die absoluten Top-Athleten scheinbar im Überfluss leben. Dass dieser Eindruck jedoch täuschen kann, zeigt das aktuelle und überaus überraschende Geständnis der deutschen Nummer eins, Alexander Zverev. Der Lebensgefährte von Sophia Thomalla erzielt zwar durch seine herausragenden Leistungen auf dem Platz regelmäßig Einnahmen im siebenstelligen Bereich, doch im Hintergrund wartet ein gigantischer Kostenapparat. Anders als bei den hochbezahlten Profifußballern, die bei ihren Vereinen angestellt sind und deren Ausgaben komplett vom Klub übernommen werden, agieren Tennisprofis als eigenständige Unternehmer. Sie müssen für sämtliche Kosten ihrer sportlichen Laufbahn selbst aufkommen.
Auch interessant
In einer aktuellen YouTube-Übertragung mit dem Entertainer Knossi legte der Sportler seine enormen Ausgaben im Detail offen. Um auf diesem absoluten Weltklasse-Niveau mithalten zu können, benötigt ein Spieler ein hochprofessionelles Umfeld. Dazu gehören neben dem Cheftrainer auch spezialisierte Ärzte, Physiotherapeuten, Fitnesstrainer, Masseure und ein professionelles Management. Im Fall des gebürtigen Hamburgers kommt so ein riesiges Team zusammen. Er beschäftigt ständig rund zwölf Personen, die ihn das ganze Jahr über auf der Tour begleiten. Hinzu kommen die extremen Kosten für weltweite Reisen, luxuriöse Unterkünfte an den Turnierorten sowie die Gehälter für das gesamte Personal.
Jährliche Millionen-Investitionen in die eigene Zukunft
Die Summen, die der Tennis-Star für sein hochkarätiges Team aufbringen muss, sind für normale Arbeitnehmer kaum vorstellbar. Jährlich bewegen sich die Kosten für seinen gesamten Apparat im guten siebenstelligen Bereich. Als Knossi im Gespräch genauer nachhakte und eine konkrete Zahl wissen wollte, wiegelte der Sportler zwar ab, stellte aber unmissverständlich klar, dass es sich um einige Millionen Euro im Jahr handelt. Diese Ausgaben seien jedoch absolut alternativlos, um an der Spitze der Weltrangliste zu bleiben. Er betrachtet diese Millionen-Ausgaben daher in erster Linie als eine notwendige Investition in seine sportliche Zukunft.
Ohne die tägliche Unterstützung durch sein hochprofessionelles Umfeld würde sein sportliches Leistungsniveau extrem leiden, was letztendlich auch zu geringeren Preisgeldern führen würde. Wie wichtig dieses Team ist, zeigte sich erst kürzlich wieder bei seinem spektakulären Triumph bei den French Open, der ihm ein stattliches Preisgeld von rund 2,8 Millionen Euro einbrachte. Doch dieses Geld wandert keineswegs komplett auf sein privates Sparkonto, sondern wird zu einem großen Teil direkt wieder in den Erhalt seines Erfolgsapparats investiert. Wer im modernen Welttennis ganz oben mitspielen will, muss bereit sein, das finanzielle Risiko einzugehen und immense Summen im Voraus zu investieren.
Die nackte Angst vor Verletzungen
Dass dieses System extrem riskant ist, erlebte der Tennisprofi vor wenigen Jahren am eigenen Leib, als ihn das Verletzungspech schwer zurückwarf. Im Halbfinale der French Open im Jahr 2022 zog er sich eine schwere Verletzung zu, die ihn zu einer monatelangen Pause zwang. In dieser Zeit, in der er weder trainieren noch an Turnieren teilnehmen konnte, flossen keinerlei Preisgelder. Die fixen Ausgaben für sein zwölfköpfiges Team und seinen luxuriösen Lebensstil liefen im Hintergrund jedoch unvermindert weiter. Diese Situation löste bei dem Sportler damals existenzielle Ängste aus, da die enormen monatlichen Kosten sein Erspartes im Eiltempo aufzehrten.
In dieser schweren Phase dachte der Sportler sogar ernsthaft darüber nach, ob er seine teure Wohnung im Steuerparadies Monaco aufgeben muss, um sein Team weiterhin bezahlen zu können. Die Sorge, dass er sein gewohntes Leben ohne die regelmäßigen Turniersiege nicht mehr finanzieren kann, war allgegenwärtig. Heute ist der Athlet glücklicherweise wieder vollständig genesen und feiert sportliche wie private Erfolge an der Seite seiner Lebensgefährtin. Dennoch bleibt das Bewusstsein für das finanzielle Risiko allgegenwärtig. Um sein aktuelles Spitzenniveau zu halten, muss er auch weiterhin Millionen investieren und darauf hoffen, vom Verletzungspech verschont zu bleiben.