Paris-Aus

Zverev-Schock: Erst zum fünften Mal in der Tennis-Geschichte

© APA/AFP/DIMITAR DILKOFF
Alexander Zverev verliert sein erstes Match als Weltranglistenerster. Damit reiht sich der Deutsche in eine äußerst seltene Tennis-Statistik ein.
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Die Niederlage von Alexander Zverev (29) beim Masters in Paris hat eine historische Dimension. Der Deutsche ist erst der fünfte Spieler seit Einführung der ATP-Weltrangliste 1973, der bei seinem allerersten Auftritt als Nummer eins eine Niederlage kassierte. Was nach dem 6:7 (5:7), 2:6 gegen Lorenzo Musetti zunächst wie ein gewöhnlicher Fehlstart aussah, ist damit eine echte Tennis-Rarität.

Seit mehr als 53 Jahren führen die ATP-Statistiker die Weltrangliste. In dieser Zeit schafften es erst fünf Spieler, einen frischgebackenen Weltranglistenersten gleich bei dessen Premiere zu bezwingen.

Nur vier Spieler schafften dieses Kunststück zuvor

Musetti reiht sich damit in eine kleine Gruppe ein. Vor dem Italiener gelang dieses Kunststück José Luis Clerc, Sandon Stolle, Nicolas Escudé und Félix Auger-Aliassime.

Der jüngste Fall liegt vier Jahre zurück. Beim Davis Cup 2022 besiegte Auger-Aliassime den damals 19-jährigen Carlos Alcaraz, der nach seinem US-Open-Triumph gerade erstmals die Nummer eins der Welt geworden war.

Jetzt erwischte es Zverev. Erst am Montag hatte der Deutsche offiziell die Weltranglistenführung übernommen. Zwei Tage später war sein erster Auftritt an der Spitze bereits nach rund 100 Minuten beendet.

Musetti gewinnt fünf Punkte in Serie

Besonders bitter verlief der erste Satz. Zverev führte im Tiebreak bereits mit 5:2, ehe Musetti fünf Punkte hintereinander gewann und den Durchgang für sich entschied.

Im zweiten Satz nahm der Italiener dem Deutschen zweimal den Aufschlag ab. Mit 29 Gewinnschlägen und nur zwölf unerzwungenen Fehlern spielte der Weltranglisten-24. deutlich effizienter als Zverev, der auf 25 Winner und 21 unerzwungene Fehler kam.

Auch der direkte Vergleich spricht mittlerweile für Musetti. Der Italiener führt mit 4:2 und gewann vier der vergangenen fünf Duelle gegen den Deutschen.

Zverev bleibt trotz der historischen Auftaktniederlage die Nummer eins und wird die Saison an der Spitze der Weltrangliste beenden. Sein nächster Einsatz ist bei den ATP Finals vom 15. bis 22. November in Turin vorgesehen.