Erste Bank Open

Zverev-Show in Wien: Nur zwei Siege bis zur Nr.1

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Erst drohte eine Absage, jetzt winkt Alexander Zverev bei den Erste Bank Open der Sprung an die Weltranglistenspitze. Eine neue Berechnung macht es möglich.
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Wien ist im Tennis-Fieber– und könnte Zverev gleich zur Nummer eins der Welt machen. Dem 29-Jährigen reichen bei den Erste Bank Open in der Stadthalle lediglich zwei Siege, um am 2. November erstmals die ATP-Weltrangliste anzuführen. Möglich macht das eine überraschende Wendung bei der Punkteberechnung. Noch vor wenigen Tagen hatte es geheißen, selbst ein Turniersieg in Wien würde nicht reichen.

ATP-Rechnung plötzlich auf den Kopf gestellt

Der Grund liegt im Turnierkalender. Das Masters in Paris findet heuer eine Woche später statt als 2025. Deshalb verliert Jannik Sinner seine 1.000 Punkte für den Vorjahressieg bereits nach der Wiener Turnierwoche.

Zverev muss dafür nicht einmal das Finale erreichen. Ein Einzug ins Viertelfinale genügt, um den Südtiroler zu überholen. Damit wäre der Hamburger nach Boris Becker 1991 erst der zweite Deutsche an der Spitze der Herren-Weltrangliste.

Sein erster Gegner ist der Spanier Martín Landaluce. Das Auftaktmatch könnte bereits am Montag stattfinden.

Fünf Tage Golf statt Tennis

Dabei hatte Zverev seinen Wien-Start nach dem Halbfinal-Aus in Shanghai noch infrage gestellt. Der Deutsche klagte über Erschöpfung und verlangte dringend nach einer Pause.

Die hat er sich inzwischen gegönnt. "Ich habe fünf Tage frei genommen, habe ein bisschen Golf gespielt, habe wirklich den Tennisschläger gar nicht angefasst. Und das hat mir sehr, sehr gutgetan", erzählte Zverev bei RTL/Sky.

Jetzt ist er zurück – ausgerechnet in einer seiner Lieblingsstädte. "Ich mag Wien. Ich liebe es, im deutschsprachigen Raum zu spielen, und finde die Stadt wunderschön", schwärmte der Wien-Sieger von 2021.

Nach zwei Grand Slams fehlt nur noch die Nummer eins

Sportlich hat Zverev sein bisher erfolgreichstes Jahr hinter sich. Im Juni gewann er bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel, im September folgte der Triumph bei den US Open.

"Dieser Grand-Slam-Titel, der war schon für mich und für meine Karriere sehr wichtig. Nachdem ich in Paris gewonnen habe, das hat schon viel gelöst bei mir", erklärte er auf APA-Nachfrage.

Doch der Hunger ist längst nicht gestillt. Zverev will auch die Australian Open und Wimbledon gewinnen. Besonders sein erstmaliger Finaleinzug auf dem Londoner Rasen machte ihm Mut.

"Ich hatte dieses Jahr zum ersten Mal das Gefühl, dass ich auf Rasen auch mitspielen kann", sagte der Deutsche.