Abrechnung

Zverev über Becker: »Seine Meinung interessiert mich wenig«

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Kurz vor seinem möglichen Sprung an die Weltranglistenspitze teilt Alexander Zverev gegen seinen prominentesten Kritiker aus. Den Namen Boris Becker nannte er ausdrücklich nicht.
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Zwei Grand-Slam-Titel hat Alexander Zverev (29) heuer gewonnen, nun steht der Sprung an die Weltranglistenspitze bevor. Vor seinem Start bei den Erste Bank Open in Wien blickte der Deutsche auch auf die Kritik der vergangenen Jahre zurück. Dabei setzte er einen Seitenhieb, der offenbar Boris Becker galt. Dessen Namen nannte er nicht.

»Mich kritisiert hat immer nur einer«

Becker war 1991 der erste Deutsche, der die Nummer eins im Herren-Tennis erreichte. Nun steht Zverev davor, als zweiter Deutscher nachzuziehen.

"Mich kritisiert hat immer nur einer und seine Meinung in den letzten paar Jahren interessiert mich wenig, um ehrlich zu sein", erklärte Zverev.

Seine Begründung: Nach den Äußerungen dieses Kritikers sei jeweils genau das Gegenteil eingetreten. Auf welche konkreten Aussagen er sich damit bezog, führte Zverev nicht aus.

Schon im Vorjahr wurde der Ton scharf

Ähnlich scharf hatte er schon bei den ATP Finals im November 2025 reagiert, als Becker seinen Umgang mit Druck kritisierte: "Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr auf seine Kommentare."

Beckers wiederholte Forderungen nach mutigerem Tennis und neuen Impulsen im Trainerteam um Vater Alexander senior hatten das Verhältnis belastet. Der Hamburger warf ihm vor, unter vier Augen anders zu reden als vor der Kamera und über ihn Aufmerksamkeit zu suchen.

Becker hatte sich zuletzt ausdrücklich hinter Zverev gestellt, verteidigte erst unlängst dessen bevorstehenden Aufstieg zur Nummer eins als verdient.

Zwei Titel nehmen Zverev den Druck

Wie sehr ihn die lange Wartezeit belastet hatte, machte Zverev nun in Wien deutlich.

"Ich hatte mental ein bisschen Druck. Dieser Grand-Slam-Titel, der war schon für mich und für meine Karriere sehr wichtig. Nachdem ich in Paris gewonnen habe, das hat schon viel gelöst bei mir", erklärte der 29-Jährige.

Der Erfolg in Roland Garros habe ihm auch den anschließenden Triumph in New York erleichtert. An seinem Ehrgeiz habe sich dadurch allerdings nichts geändert.

Seine nächsten Ziele stehen bereits fest: Zverev will auch die Australian Open und Wimbledon gewinnen. Auf dem Londoner Rasen erreichte er heuer erstmals das Finale, das er gegen Jannik Sinner verlor. Dabei habe er zum ersten Mal das Gefühl gehabt, auch auf diesem Belag um den Titel mitspielen zu können.

Ausgerechnet Becker könnte Zverev beerben

In Wien kann er zunächst einen anderen Karrieremeilenstein erreichen. Zwei Siege bei den Erste Bank Open reichen ihm, um am 2. November erstmals die ATP-Weltrangliste anzuführen. Zum Auftakt trifft er auf den Spanier Martín Landaluce.