Drohnen

Zwei Drohnen-Bomber im Fall Leipzig identifiziert

© APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
Im Fall des gescheiterten Drohnen-Anschlags auf den Leipziger Flughafen haben die Ermittler nach einem Medienbericht zwei Tatverdächtige identifiziert.
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Es handle sich um einen gebürtigen Russen mit lettischem Pass und einen Mann aus Belarus, der einen russischen Pass besitze, berichteten die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR am Mittwoch. Sie sollen hinter dem versuchten Anschlag Anfang August stecken, bei dem eine Drohne und Sprengstoff nahe ukrainischer Frachtmaschinen gefunden wurden.

Die Bundesanwaltschaft äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht. Der gebürtige Russe gilt der Meldung zufolge als Logistiker und Instrukteur des geplanten Anschlags und soll Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben. Er sei Ende Juli über den Berliner Flughafen BER eingereist und anschließend mit einem Mietwagen in Richtung Leipzig unterwegs gewesen. Zwei Tage vor dem vereitelten Anschlag habe er Deutschland wieder über den BER verlassen.

Zweiter Verdächtige sei aktenkundig

Zum zweiten Verdächtigen führten den Ermittlern zufolge DNA-Spuren, die am Tatort gesichert wurden. Gen-Rückstände seien an einer Drohne, an der Innenseite einer mit Sprengstoff gefüllten Konservendose sowie an einer Antenne gefunden worden. Ein Abgleich der Spuren mit europäischen Datenbanken habe Treffer in Litauen und Finnland ergeben. So seien die Behörden auf den Mann aus Belarus gekommen, der bereits wegen anderer Straftaten aktenkundig sei. Er sei mit einem italienischen Touristenvisum eingereist, das Ende April in Minsk ausgestellt worden sei.

Die Fahnder zeigten sich demnach skeptisch, ob die mutmaßlichen Täter zur Verantwortung gezogen werden können. Russland wies in dem Bericht jede Verantwortung zurück. Die russische Botschaft in Berlin sprach von einer "hastig zusammengezimmerten Provokation".