Evakuierung

Zwei Tote bei Großbrand in Krankenhaus

© APA/SWM DV Studio/Ralf Drefin
Bei einem schweren Dachstuhlbrand in einer Klinik in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) sind am frühen Donnerstagmorgen mindestens zwei Patienten ums Leben gekommen.
Zur Vollversion des Artikels

Beim Brand des Dachstuhls eines Krankenhauses in Ludwigslust nahe Schwerin in Deutschland sind zwei Menschen gestorben. Bei den beiden Opfern handelt es sich um Patienten. Donnerstagfrüh hatte die Einsatzleitstelle der Polizei zunächst von 34 Verletzten gesprochen. Inzwischen heißt es vom Landkreis Ludwigslust-Parchim, dass es nur einen Verletzten mit einer Rauchgasvergiftung gebe.

Dass die Zahlen so stark voneinander abweichen, hat mit den Erstmeldungen vom Brandort an die Einsatzleitstelle zu tun. Dort wurden zunächst mehrere Dutzend Menschen gemeldet, die medizinisch untersucht werden sollten und dann im Laufe der Untersuchung als unverletzt eingestuft werden konnten, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Feuer in Patientenzimmer ausgebrochen

Ersten Erkenntnissen zufolge war das Feuer in einem Patientenzimmer ausgebrochen. Ob die beiden Toten gemeinsam in dem Zimmer lagen, war zunächst unklar. Einer der beiden war zunächst wiederbelebt worden, allerdings erfolglos. Der Dachstuhl des Krankenhauses hatte den Angaben zufolge gegen 4.20 Uhr Feuer gefangen. Patienten und Beschäftigte wurden aus dem Gebäude evakuiert. Zwischenzeitlich war das gesamte Krankenhaus geräumt worden, wie Klinikleiter Alexander Groß sagte. Den Angaben zufolge lagen zum Zeitpunkt des Feuers knapp 60 Patientinnen und Patienten im Krankenhaus.

Feuerwehrfahrzeug und Einsatzkräfte vor dem Krankenhaus beim Rettungseinsatz in Ludwigslust. © APA/dpa/Jens Büttner

Aufgrund des guten Brandschutzes habe die Feuerwehr nicht betroffene Stationen aber wieder freigeben können. Dort würden viele Patientinnen und Patienten auch versorgt. Fünf Patienten wurden auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Das Feuer konnte bereits gelöscht werden. Den Angaben der Landkreis-Sprecherin zufolge haben in der Spitze etwa 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr die Flammen bekämpft. Zudem waren etwa 40 Beamtinnen und Beamte der Polizei im Einsatz.