Das unterirdische Vorkommen liegt rund 30 Meter unter der Erdoberfläche zwischen Buoro bei Cavarzere und Punta Gorzone bei Chioggia. Entdeckt wurde es im Rahmen des EU-Forschungsprojekts "SWAMrisk".
Die Wissenschaftler untersuchen dabei unter anderem, wie sich der Klimawandel auf die Wasserversorgung in Küstenregionen auswirkt. Besonders interessant ist der natürliche Schutz des Reservoirs: Mächtige Schichten aus Ton und Schluff schirmen das Wasser weitgehend vor eindringendem Meerwasser ab.
Hoffnung in Italiens Wasserkrise
Die Entdeckung kommt zu einer Zeit, in der Italien zunehmend mit Wasserknappheit zu kämpfen hat. Sinkende Pegelstände, ausgetrocknete Flüsse und längere Hitzeperioden setzen den Wasserressourcen zu.
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Gerade in der Küstenregion gibt es zusätzlich ein Problem: die Versalzung. Dabei dringt salzhaltiges Meerwasser in Böden und Grundwasserspeicher ein. In einigen Gebieten wurden bereits Salzkonzentrationen von bis zu 14 Gramm pro Liter gemessen. Zum Vergleich: Meerwasser enthält rund 35 Gramm Salz pro Liter.
Projektleiter Lorenzo Frison erklärte laut "Venezia Today", die Untersuchungen würden bestätigen, dass das Tiefenvorkommen nur wenig anfällig für das Eindringen von Salzwasser sei.
Könnte das Wasser genutzt werden?
Der Bürgermeister von Chioggia, Mauro Armelao, bezeichnete den Fund gegenüber "Chioggia Notizie" als mögliche "strategische Ressource" für die Region.
Ob das Wasser tatsächlich genutzt werden kann, ist allerdings noch offen. Nun soll untersucht werden, ob und wie sich das unterirdische Reservoir nachhaltig anzapfen lässt.
Denn trotz der gewaltigen Dimensionen gilt: Erst weitere Untersuchungen müssen zeigen, wie wertvoll der Wasserschatz tatsächlich ist – und ob er angesichts der zunehmenden Wasserprobleme Italiens eines Tages angezapft werden kann.