Französischer Mini-Herausforderer

Der neue Citroen DS3 im ersten Test

15.02.2010

Allez les Bleus! Citroën bläst zum Angriff auf den Mini Cooper. Der erste Fahrtest des neuen französischen Lifestyle-Flagschiffs DS3.

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Retro war gestern! Citroën will mit dem DS3 die Erinnerungen von morgen kreieren. Dass dafür ausgerechnet die zwei Buchstaben der legendären Limousinendiva Déesse verwendet wurden, ist zwar etwas widersprüchlich, schmälert das Ergebnis aber nicht im Geringsten. ÖSTERREICH hat den kleinen Lifestyle-Flitzer schon vor der Markteinführung Mitte März in Paris getestet.

Bilder: Citroen

Individualität
Ausgestellte Kotflügel, grimmiger Blick und aggressive LED-Tagfahrleuchten verpassen dem DS3 einen sportlich-aggressiven Look, etwas konträr zur sonst freundlichen Modellreihe. Doch der Turbo-Floh weiß zu überzeugen, vor allem was die Individualität betrifft. Vier verschiedene Dachfarben und ebenso viele Aufkleber lassen den Käufer auf Teufel komm raus kombinieren.

Asterix auf Drogen
Doch der DS3 sieht nicht nur flott aus, er fährt sich auch so. Direkte Lenkung, straffes Fahrwerk und 156 PS wirken auf den bulligen Zweitürer wie der Zaubertrank auf Asterix. Der 1,6-Liter-Turbo hängt hellwach am Gaspedal, die sportliche Auslegung geht allerdings nicht zulasten des Komforts. Kopfsteinpflaster wird beispielsweise ohne Mühe absorbiert.

Doch hat er auch das Potential, um das Lifestyle-Flaggschiff Mini Cooper zu knacken? Vieles von dem, was den Kult-Briten auszeichnet, findet sich auch im DS3 wieder. Das junge, moderne Design und die breite Palette an Individualisierungsmöglichkeiten sind nur ein Teil davon. Den größten Vorteil hat der kleine Franzose aber beim Platzangebot. Ebenso lobenswert: Tempomat, Klimaautomatik, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Nebelscheinwerfer sind in vielen Ausstattungsvarianten inkludiert. Schade nur, dass das lang nach hinten gezogene Panorama-Glasdach des C3 nicht übernommen wurde. (grg)

Technische Daten
Motoren: 2 Diesel (92 bzw. 115 PS), 3 Benziner (95, 120 oder 156 PS)
Verbrauch des 156 PS-Modells laut Werk: 6,7 l/100km; 155 g/CO2 pro km
Preis ab 15.690 Euro; Testwagen ab 20.290 Euro
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