Marken-Flaggschiff

Neuer VW Touareg R mit Plug-in-Hybrid

26.02.2020

Der Teilzeitstromer übertrifft bei der Leistung sogar das V8-Modell.

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Nach Porsche (Cayenne ), Bentley (Bentayga ) und Audi (Q7 ) bringt nun auch VW ein Plug-in-Hybridmodell auf Basis der Konzernplattform für große SUVs. Der Teilzeitstromer hört auf den Namen Touareg R e-Hybrid und übertrifft bei der Leistung sogar den im Vorjahr eingeführten V8 TDI , der es immerhin auf 422 PS bringt. Nur an das von Abt auf 500 PS getunte Modell  kommt auch der Newcomer nicht ganz heran.

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Antrieb

Wie im schwächeren Porsche Cayenne Hybrid bringen es der 340 PS starke 3,0 Liter V6-Turbobenziner und die 100 kW (136 PS) starke E-Maschine im neuen Touareg R ebenfalls auf eine Systemleistung von 462 PS (340 kW). In Kombination mit dem maximalen Systemdrehmoment von 700 Nm sollten sich trotz des Leergewichtes von über 2,5 Tonnen äußerst respektable Fahrleistungen ergeben. Diese wurden jedoch noch nicht verraten. Der Elektromotor holt sich seine Energie aus einer im Unterboden des Kofferraums integrierten 14,1 kWh Lithium-Ionen-Batterie. Die Kraftübertragung erfolgt via 8-Gang-Automatikgetriebe und über ein Verteilergetriebe an die Vorder- und Hinterachse (permanenter Allradantrieb). Maximal 70 Prozent der Antriebskraft gelangen nach vorne, bis zu 80 Prozent nach hinten. Der Touareg R kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h rein elektrisch gefahren werden; darüber – oder jeder Zeit per Kickdown – schaltet sich automatisch der V6 TSI hinzu. Rein elektrisch sollten in der Praxis zwischen 30 und 40 km möglich sein. Bei 250 km/h wird die Höchstgeschwindigkeit des SUV elektronisch abgeregelt. Der Touareg R ist für maximale Anhängelasten von bis zu 3,5 Tonnen freigegeben.

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Spezielle Fahrmodi

Im Touareg R stehen als Hybridfunktionen der „E-Mode“ für das rein elektrische Fahren und der Modus „Hybrid“ für das automatische Zusammenspiel von E- und V6-Motor zur Verfügung. Doch das ist noch nicht alles. Am Touchscreen ist unter den beiden Feldern „E-Mode“ und „Hybrid“ eine in zehn Stufen skalierte Batterie angezeigt. Über sie kann der Fahrer den jeweiligen Ladestand an der entsprechenden Anzahl hellblau leuchtender Batterie-Segmente ablesen (0 bis 100 Prozent). Läge der Ladestand zum Beispiel bei 40 Prozent, würden vier Segmente hellblau leuchten. Der Fahrer hat im Modus „Hybrid“ zudem die Möglichkeit, den Ladestand über drei Symbole neben der Batterie weiterhin zu halten, oder aber in 20-Prozent-Schritten zu erhöhen respektive bis auf ein definiertes Niveau sinken zu lassen. Erhöht er zum Beispiel auf 80 Prozent, wird die Batterie via V6 TSI und Rekuperation entsprechend geladen. Werden hingegen beispielsweise nur noch zwei Segmente markiert, kann die Energie bis auf das eingestellte Minimum von 20 Prozent verbraucht werden. Um am Ziel den gewünschten Energiegehalt in der Batterie zu sichern, berücksichtigt das SUV bei aktiver Zielführung des Navigationssystems prädiktiv auch die Straßen- und Topographiedaten. Darüber hinaus bietet die Fahrprofilauswahl alle bekannten Modi: „Eco“, „Comfort“, „Normal“, „Sport“ und „Individual“ sowie die Offroad-Profile „Offroad“ und „Snow“.

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Ausstattung

Da es sich bei der Plug-in-Hybrid-Variante um das neue Top-Modell des Marken-Flaggschiffs handelt, fällt die Ausstattung natürlich umfangreich aus. Serienmäßig an Bord sind unter anderem das „Innovision Cockpit“ mit dem „Digital Cockpit“ (digitale 12-Zoll-Instrumente) und dem Infotainmentsystem „Discover Premium“ (15-Zoll-Touchscreen), die „IQ.Light – LED-Matrixscheinwerfer“ (per Kamera gesteuertes Abblend- und Fernlicht), ein Panorama-Ausstell-/Schiebedach und eine 4-Zonen-Klimautomatik („Air Care Climatronic“). Zu den „R“-spezifischen Merkmalen zählen Dekorleisten in Aluminium, Komfortsitze mit „R“-Logo in den Kopfstützen, Ladekantenschutz in Edelstahl, neues Multifunktionslenkrad (beheizbar, mit Schaltwippen, „R“-Logo), beleuchtete Einstiegsleisten in Edelstahl mit „R“-Logo, Pedale in Edelstahl gebürstet und Ambientebeleuchtung. Die Nähte der Ledersitze sind ebenso in „Kristallgrau“ ausgeführt wie das Einfassband der Textilfußmatten sowie die Ziernähte der Armlehnen, des Wählhebels und der Türverkleidungen.

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Design

Das bei den normalen Touareg-Modellen aufpreispflichtige Exterieur-Design-Paket „Black Style“ ist hier serienmäßig verbaut. Es beinhaltet Stoßfänger im „R“-Styling, Stoßfänger- und Türunterteile in Wagenfarbe, Lufteinlässe mit Lamellen in Schwarz, schwarze Zierleisten an den Seitenfenstern, schwarze Außenspiegelgehäuse sowie Kühlergrill mit schwarzen Zierleisten. Im Fall des Touareg R kommen eine schwarze Zierleiste im Unterteil des vorderen Stoßfängers, das „R“-Logo (im Kühlergrill, auf der Heckklappe und den Signets auf den vorderen Kotflügeln und Türen) sowie abgedunkelte LED-Rückleuchten hinzu. Serienmäßig sind auch die 20-Zoll-Leichtmetallräder (optional bis zu 22 Zoll), Radhausverbreiterungen in Wagenfarbe und trapezförmige Endrohre an Bord.

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High-Tech-Extras

Trotz der guten Serienausstattung gibt es natürlich genügend, teils richtig teure Extras. Dazu zählen ein 780 Watt starkes Dynaudio-Soundsystem, die Nachtsichtunterstützung „Nightvision“ (Wärmebildkamera), eine spezielle Lederausstattung, der „Travel Assist“ (bis 250 km/h teilautomatisiertes Lenken und Spurhalten, Gasgeben und Bremsen), ein „Kreuzungsassistent“ (reagiert auf Querverkehr vor dem Auto), der „Trailer Assist“ zum einfacheren Rangieren von Anhängern und die exklusiv dem Touareg R vorbehaltene, typische R-Farbe „Lapiz Blue Metallic“.

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Verfügbarkeit

Der Touareg R wird 2020 in der zweiten Jahreshälfte in Österreich auf den Markt kommen. Preise stehen noch nicht fest. Da beim Plug-in-Hybrid aber die NoVA entfällt, könnte das neue Top-Modell sogar günstiger werden als der V8 TDI. Dieser schlägt mit mindestens 119.198 Euro zu Buche.

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