"Godzilla 4.0"

Nissan macht den GT-R noch stärker

24.03.2016

Japanischer "Porsche-Killer" bekommt sein mittlerweile viertes Facelift.

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© APA/AFP/JEWEL SAMAD
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Nissan präsentiert auf der diesjährigen New York Auto Show (25. März bis 3. April 2016) ein weiteres Facelift für den seit 2007 gebauten GT-R. Die mittlerweile vierte Auffrischung macht den potenten Nippon-Sportler, der von vielen seiner Fans auch liebevoll „Godzilla“ genannt wird,  nicht nur schneller, sondern verleiht ihm auch ein dynamischeres Antlitz. Darüber hinaus wurde auch das Cockpit ordentlich entstaubt. Kein Wunder, denn bis die völlig neue Generation startet, dürfte es noch eine Weile dauern.

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Die neue Titan-Abgasanlage soll vor allem beim Beschleunigen infernalisch klingen.

Performance
Nach dem letzten Facelift brachte es der 3,8l-Twin-Turbo-Sechszylinder auf 550 PS. Nun haben sich die Ingenieure das Aggregat noch einmal zur Brust genommen und kitzeln 20 PS zusätzlich heraus. Die höhere Leistung resultiert aus der variablen Steuerung des Zündungszeitpunkts in den einzelnen Zylindern und einem zusätzlichen Leistungsschub der Turbolader. Mit 570 PS und 633 Nm Drehmoment steht der GT-R ähnlich gut im Futter wie der überarbeitete Porsche 911 Turbo S (580 PS). Die Kraftübertragung an den intelligenten Allradantrieb übernimmt weiterhin das Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe. Dieses wurde jedoch überarbeitet und soll nun sanftere und ruhigere Gangwechsel erlauben. Ob das die Fangemeinde überhaupt will? Dafür soll die neue Titan-Abgasanlage für einen betörenden Sound sorgen. Die Fahrleistungen hat Nissen noch nicht verraten

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Aus dieser Perspektive wird klar, woher der Spitzname "Godzilla" stammt.

Design
Optisch ist das neue Modelljahr vor allem an der Front erkennbar. Hier kommt nun der markentypische „V-Motion“-Kühlergrill zum Einsatz. Dieser ist im Vergleich zur aktuellen Version zudem deutlich größer, wodurch der Motor besser mit Luft versorgt wird. Die Motorhaube zieren neue Powerdomes. Die frisch gestaltete Spoilerlippe und der Frontstoßfänger sollen den Abtrieb verbessern. In der Seitenansicht sind nur die nun stärker ausgestellten Seitenschweller neu. Auch das Heck wurde modifiziert: Das Markenzeichen, die vier ringförmigen Rückleuchten, sind zwar erhalten geblieben, doch die Karosserie wurde ebenso verändert wie die seitlichen Luftauslässe neben den vier armdicken Auspuffrohren.

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In der Mittelkonsole gibt es fast um ein Drittel weniger Knöpfe.

Innenraum
Im Cockpit fallen die Neuerungen deutlich umfangreicher aus. Hier ist fast kein Stein auf dem alten geblieben. Armaturenbrett und Instrumententafel sind völlig neu gestaltet und mit Leder ummantelt. In der karbonartigen Mittelkonsole reduziert die neue, perfekt integrierte Audio- und Navigationseinheit die Zahl der Knöpfe von 27 auf 11. Der auf acht Zoll vergrößerte Touchscreen verfügt über größere Icons und eine neue Menüstruktur, was die Bedienung erleichtern soll. Da die Schaltwippen nun direkt am Lenkrad sitzen, drehen sie sich mit.

>>>Nachlesen: So scharf wird der nächste GT-R

Verfügbarkeit
Laut Nissan markiert das Facelift zum Modelljahr 2017 die umfangreichsten Änderungen seit der Markteinführung 2007. Auf den Markt rollt der überarbeitete GT-R im Sommer 2016. Preislich geht es ab 124.750 Euro los. Damit kostet Godzilla um über 120.000 Euro weniger als der Porsche 911 Turbo S (ab 247.490 Euro).

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