Das Über-Geschoss

Weltpremiere des Pagani Huayra mit 700 PS

27.01.2011


Der Zonda-Nachfolger beschleunigt dank 1000 Nm Drehmoment in drei Sekunden auf Tempo 100.

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© Pagani
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Auch wenn es bis zum Start des Autosalon in Genf (3. bis 13. März 2011) noch etwas dauert, steht das sportliche Aushängeschild der Messe bereits jetzt fest. Denn Pagani präsentiert am ruhigen Genfer See den gar nicht leisen Zonda -Nachfolger Huayra.

Leicht und stark
Beim Konzept bleibt sich der legendäre Firmengründer und Top-Ingenieur Horacio Pagani auch bei seinem jüngsten Spross absolut treu. So verbindet auch der Huayra enorme Kraft mit unheimlich wenig Gewicht. Diese Kombination sorgt neben atemberaubenden Fahrleistungen auch für ein unerreichtes Fahrverhalten. Paganis können es selbst mit  hochgezüchteten Rennwagen aufnehmen. Kein Wunder, eigentlich ist ja auch der Huayra ein Rennwagen, nur halt einer mit Straßenzulassung.

Kraft und Fahrleistung
Angetrieben wird der 1.350 Kilogramm leichte Supersportwagen von einer überabeiteten 6,0 Liter V12-Biturbo-Maschine von Mercedes' Sportabteilung AMG . Pagani lockt dem Zwölfzylinder 700 PS leistet und ein unglaubliches Drehmoment von 1.000 Newtonmeter heraus. Ähnlich brachial klingen auch die Fahrleistungen. Den Sprint aus dem Stand auf Landstraßentempo hakt der Huayra nach drei Sekunden ab. Schluss mit lustig ist erst bei Topspeed 370 km/h. Gegen diese Leistung wirken selbst die 660 PS des Ferrari FF Concept , der ebenfalls in Genf präsentiert wird, etwas schwachbrüstig.

Das Monocoque besteht aus einem Carbon-Titanium-Mix, die Karosserie aus aus Kohlefaser. Mit seinen Abmessungen (L x B x H in Meter: 4,60 x 2,03 x 1,17) kauert der Huayra besonders breit und flach über dem Asphalt.

Innenraum
Der Einstig in das mit höchster Sorgfalt gefertigte Cockpit erfolgt traditionell über Flügeltüren. Einmal in die Sitzschalen gezwängt, kann man das Interieur auf sich wirken lassen. Plastik sucht man hier vergebens, es gibt nur Leder, Aluminium, Chrom und Carbon.

Kosten
Billig dürfte der Spaß natürlich nicht werden. Für bisherige Paganis mussten die Käufer aber um die 1,5 Millionen Euro hinblättern. Und das wird sich auch beim Huyara nicht ändern. Handarbeit, geringe Stückzahl, aufwendige Technik und der großzügige Einsatz von teuersten Materialien (Kohlefaser, Titan, etc.) geht nun einmal ins Geld. Ein Bugatti Veyron ist auch nicht billiger, im Gegensatz zum Pagani aber ein echtes Großserienauto.

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