Fünftüriges Fließheck

Qoros stellt echten Golf-Gegner vor

21.01.2014


Chinesen wollen in Zukunft auch bei den Kompakten mitmischen.

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© Qoros
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Im Vorjahr sorgte Qoros auf dem Genfer Autosalon für Furore. Der chinesische Autohersteller, der fast ausschließlich von Profis aus Europa geleitet wird (siehe unten), zeigte nämlich gleich mehrere neue Modelle, davon zwei seriennahe Studien . Die Stufenhecklimousine Qoros 3 Sedan, die beim EuroNCAP-Crashtest Bestnoten einfuhr , wird mittlerweile in einigen Ländern bereits verkauft. Da in vielen westeuropäischen Ländern klassische Limousinen nicht allzu beliebt sind, zaubert Qoros auf dem diesjährigen Genfer Autosalon (6. bis 16. März 2014) den Qoros 3 Hatch aus dem Hut. Dabei handelt es sich um ein fünftüriges Fließheckmodell, das u.a. auch den VW Golf ins Visier nehmen soll.

© Qoros

Gelungenes Design
Bis zur B-Säule gleicht der 4,44 Meter lange Hatch fast eins zu eins der Limousine. Hinten wirkt die Schrägheck-Version jedoch deutlich dynamischer. Das Heck erinnert zwar etwas an den aktuellen Kia Cee´d, weißt mit den auffälligen Rückleuchten und den horizontalen Linien dennoch eine gewisse Eigenständigkeit auf. Insgesamt wirkt das Design sehr harmonisch und dürfte den europäischen Geschmack treffen. Kein Wunder, war doch der Chef-Designer davor für Mini tätig . Unterm Blech und im Innenraum kommt die Technik der Limousine zum Einsatz. Für Vortrieb sorgt also ein 1,6-Liter-Turbobenziner, der an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt ist. Gegen Aufpreis wird es ein Doppelkupplungsgetriebe geben. Serienmäßig ist neben einer Klimaanlage auch ein Infotainment-System mit Achtzoll-Touchscreen mit an Bord. Die genauen technischen Daten (Abmessungen, Fahrleistungen, Verbrauchswerte, etc.) wollen die Chinesen  erst in Genf verraten. So viel steht aber bereits fest: Qoros wird den 3 Hatch in Europa unter 20.000 Euro anbieten. Ob bzw. wann die Marke auch in Österreich startet, steht derzeit noch nicht fest.

Österreich bei Entwicklung mit dabei
Qoros ist mit anderen chinesischen Autobauern kaum zu vergleichen. Das gesamte Führungsteam besteht nämlich aus Auto-Profis, die ihr Handwerk bei Opel, BMW oder Mini gelernt haben. Zudem sind bekannte europäische Zulieferer wie Continental oder Magna Steyr bei der Entwicklung der Fahrzeuge federführend mit dabei. Damit auch die Software immer auf dem neuesten Stand bleibt, hat sich Qoros zusätzlich Microsoft mit ins Boot geholt. Und die Motoren stammen vom heimischen Spezialisten AVM.

Fotos: Kombi- und Crossover-Studie von Qoros (Genf 2013)

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