Vollangriff aus China

So kommt der Qoros CQ3 nach Europa

07.01.2013

Auch Magna Steyr war bei der Entwicklung der Limousine mit dabei.

Zur Vollversion des Artikels
Zur Vollversion des Artikels

Wie berichtet, nimmt in diesem Jahr mit der neuen Marke Qoros erstmals ein ernstzunehmender Herausforderer aus China Kurs in Richtung Europa. Das Management-Team besteht nahezu ausschließlich aus Personen, die zuvor bei großen deutschen Autoherstellern unter Vertrag waren. Hinzu kommen europäische Zulieferer wie Continental, Bosch oder Magna Steyr. Selbst Microsoft hat bei der Entwicklung der Autos seine Finger im Spiel. Das Design stammt aus der Feder des ehamaligen Mini- und BMW-Designers. Nun hat Qoros die ersten offiziellen Fotos seiner Limousine für Europa veröffentlicht. Bisher gab es vom "CQ3" nur Skizzen .

© Qoros

Design
Auf den Fotos ist eine modern gestaltete Limousine erkennbar, die nirgends anecken will. Das Design wirkt flüssig und wie aus einem Guss, ein echter Hingucker ist der CQ3 aber nicht. Da die meisten Limousinen-Käufer aber ohnehin auf ein zurückhaltendes Äußeres stehen, dürfte die Optik ganz gut ankommen. Vorne fallen vor allem die großen Scheinwerfer und die breite Chromspange oberhalb des Kühlergrills auf. An den Seiten des unteren Lufteinlasses sind Nebelscheinwerfer integriert. Die Seitenansicht wird von einer Lichtkante auf Höhe der Türgriffe und vom kuppelartigen Dachverlauf geprägt. Hinten gibt es zweigeteilte Leuchten, eine fette Chromspange und zwei außen angeordnete Auspuffrohre.

© Qoros

Innenraum
Im Interieur setzt sich der moderne, aufgeräumte Auftritt fort. Das Cockpit ist klar gestaltet. In der Mittelkonsole gibt es serienmäßig ein 8 Zoll großes Touch-Display. Darunter ist die Bedieneinheit für die Klimaautomatik installiert. Ansonsten gibt es fast keine zusätzlichen Knöpfe. Das Lenkrad wirkt auf den ersten Blick etwas zu groß. Hinter dem Gangwählhebel thront der rote Startknopf. Fünf Passagiere sollen ausreichend Platz vor finden. Und auch der Kofferraum liegt mit 450 Litern im Klassenschnitt. An genügend Ablagen haben die Ingenieure ebenfalls gedacht. Der CQ3 ist in etwa so groß wie ein Skoda Octavia oder Opel Astra.

Motoren
Die Antriebspalette der Limousine zeigt sich durchgehend österreichisch. Alle Triebwerke wurden nämlich vom heimischen Motorenspezialisten AVL entwickelt. Die Palette besteht vorerst aus drei 1,6-Liter-Vierzylinder-Triebwerken, die ein Leistungsspektrum von 126 PS bis 185 PS abdecken. Zwei Triebwerke erfüllen bereits jetzt die ab September 2014 geltende Abgasnorm Euro 6.

© Qoros

Starttermin und Preise
Zunächst sollen pro Jahr 150.000 Qoros vom Band laufen. Das neue Werk in Shanghai kann jedoch bis zu 450.000 Fahrzeuge pro Jahr herstellen. Der Einstiegspreis soll beim fast vollausgestatteten CQ3 zwischen 12.000 und 15.000 Euro liegen. Damit rangiert er in Augenhöhe mit dem Seat Toledo und dem Skoda Rapid. Diese bieten in der Basisausstattung aber nicht allzu viel Komfort.

In Europa sollen die ersten Qoros-Modelle Ende 2013 verkauft werden. Dann wird sich zeigen, ob die neueste Attacke aus China Früchte trägt.

Der CQ3 will auch den neuen Octavia herausfordern:

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel