Modell-Offensive

Neues SUV-Coupé & cooler Pick-up von VW

29.03.2018

Europas größter Autobauer erweitert seine „Atlas“-Palette.

Zur Vollversion des Artikels
© Volkswagen AG
Zur Vollversion des Artikels

Wie an dieser Stelle angekündigt, zeigt Volkswagen auf der New York International Auto Show 2018 (Publikumstage: 30. März bis 8. April) eine fünfsitzige SUV-Coupé-Studie auf Basis des Atlas. Diese wurde nun enthüllt. Doch darüber hinaus hat der Hersteller auch noch eine seriennahe Pick-up-Studie präsentiert, die ebenfalls auf der Plattform des im Vorjahr gestarteten Siebensitzer-SUVs Atlas aufbaut. 

© Volkswagen AG
Der bereits erhältliche Atlas (links) und die Studien Cross Sport (rechts) und Tanoak (mittig).

Die beiden Konzeptfahrzeuge heißen Atlas Cross Sport und Atlas Tanoak und zeigen, wie das Atlas- Programm zu einer Modellfamilie ausgebaut werden könnte. Die Serienfertigung des neuen SUV-Coupés ist bereits beschlossen. Sie startet 2019. Für den Pick-up gibt es offiziell noch kein grünes Licht.

Atlas Cross Sport

© Volkswagen AG


Die Serienversion des Atlas Cross Sport wird gemeinsam mit dem siebensitzigen Atlas und dem Passat im US-Werk Chattanooga (Tennessee) gefertigt. VW wird etwa 340 Millionen US-Dollar in die Markteinführung des neuen SUV-Coupés investieren. Wie der siebensitzige Bruder basiert auch der neue Fünfsitzer auf dem modularen Querbaukasten (MQB). Der Atlas Sport Cross setzt auf eine Heckpartie im Coupé-Stil, die etwas an den Range Rover Velar erinnert, was sicher kein Nachteil ist. Bis auf den beleuchteten Grill wird sich das Serienmodell kaum von der Studie unterscheiden. Neben der mächtigen, aber dennoch freundlich gestalteten Front sorgen die stimmigen Proportionen, die ausgestellten Radhäuser und das knackige Heck mit der markanten Chromleiste für ein ansprechendes Design.

© Volkswagen AG

Das aufgeräumte Cockpit und die Technik sind auf dem neuesten Stand. Unter anderem gibt es eine umfassende Palette an Fahrerassistenzsystemen und moderne Technologien wie das Active Info Display (digitales Kombiinstrument), Automatische Distanzregelung, Kollisionswarnung inkl. Notbremsassistent, Multikollisionsbremse, Blind-Spot-Sensor mit Ausparkassistent, Spurhalteassistent und Parklenkassistent.

© Volkswagen AG

Die Studie wird von einem Plug-in-Hybridantrieb (PHEV) mit bis zu 70 Kilometern (NEFZ) rein elektrischer Reichweite angetrieben. Eine zweite Version des Atlas Cross Sport besitzt einen konventionellen Hybridantrieb (HEV) ohne externe Batterie-Ladefunktion, die eine elektrische Reichweite von ca. 2,5 Kilometer bieten soll. Beide Modelle besitzen Allradantrieb, wobei die Hinterachse vom Elektromotor angetrieben wird (keine Kardanwelle). Als Benziner kommt jeweils ein 3.6 FSI V6 mit 280 PS zum Einsatz; das maximale Drehmoment beträgt 350 Nm. Unterstützt wird dieser Motor in beiden Fällen von zwei E-Maschinen. Die vordere entwickelt 40 kW und 220 Nm, die hintere 85 kW und 270 Nm. Mit Energie versorgt werden sie aus einer im Kardantunnel angeordneten Lithium-Ionen-Batterie; ihr Energieinhalt – und hier differenzieren sich PHEV und HEV voneinander – erreicht 18,0 kWh (PHEV) oder 2,0 kWh (HEV). Die Systemleistung des Antriebs addiert sich so auf 360 PS (PHEV) beziehungsweise 314 PS (HEV).

Atlas Tanoak

© Volkswagen AG


In Europa ist VW mit dem Amarok  im Pick-up-Segment gut aufgestellt. In den USA, das als DAS Land der Pick-ups gilt, sieht die Sache anders aus. Doch damit könnte bald Schluss sein. Erstmals präsentiert Volkswagen mit dem allradgetriebenen Atlas Tanoak einen Pick-up, dessen technische DNA dem Modularen Querbaukasten (MQB) folgt. Benannt ist das Lifestyle-Arbeitstier nach einer Baumart, die an der US-Pazifikküste beheimatet ist. Mit einer Länge von 5.438 mm gehört der Tanoak in den USA zu den Midsize-Pick-ups. Breit ist die Studie 2.030 mm, hoch 1.844 mm. Ausgeführt ist der Atlas Tanoak als Fünfsitzer mit Doppelkabine. Im Heck schließt sich die 1.627 mm lange, 1.450 breite und 530 mm hohe Ladefläche (Cargo-Box) an.

© Volkswagen AG


Die Cargo-Box ist so ausgeführt, dass Bikes, Boards und kleinere Boote transportiert werden können. Für Boote hat sich VW etwas Besonderes einfallen lassen. Auf der Ladefläche gibt es einen neu entwickelten Cargo-Bügel, der aus seiner Ruheposition im Heckfensterbereich der Doppelkabine herausgelöst und auf den Seitenwänden der Cargo-Box verschoben werden kann. So entsteht ein Trägersystem, auf dem beispielsweise Kanus über Fixierpunkte im Cargo-Bügel und Dach des Atlas Tanoak befestigt werden können.

© Volkswagen AG


Für Vortrieb sorgt im Pick-up der 280 PS starke 3,6-Liter-V6-FSI-Motor, der auch im siebensitzigen Atlas zum Einsatz kommt. Er leitet seine Leistung und ein maximales Drehmoment von 350 Nm via konventionellem Allradantrieb 4Motion und eine 8-Gang-Automatik variabel an beide Achsen weiter.

Noch mehr Infos über Volkswagen finden Sie in unserem Marken-Channel.

Fazit

Mit den beiden Studien zeigt VW, wie ernst das Unternehmen seine angekündigte SUV-Offensive meint. Das SUV-Coupé ist bereits beschlossene Sache und für den Pick-up stehen die Chancen auch sehr gut. Heimische Kunden haben von diesen beiden Neuheiten jedoch nichts. Denn in Europa wird die Atlas-Baureihe auch in Zukunft nicht angeboten. Mit dem völlig neuen Touareg kommt im Juni 2018 aber auch in Österreich ein Modell von VWs aktueller SUV-Offensive auf den Markt. In den USA ist der SUV-Anteil am Volkswagen-Gesamtabsatz durch den Atlas sowie den neuen Tiguan  im Jahr 2017 auf über 50 Prozent gestiegen.

>>>Nachlesen: Alle Infos vom völlig neuen Touareg

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel