Neue Umfrage

94 Prozent wollen nicht auf Bargeld verzichten

29.04.2026

Für die große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher bleibt Bargeld wichtig. Das bestätigte die Zahlungsmittelstudie 2025 der Nationalbank: 94 Prozent der Befragten wollen nicht auf Bargeld verzichten. 

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Dennoch geht der Anteil der Barzahlungen laufend zurück. Im Geschäft vor Ort wurden noch 55 Prozent aller Transaktionen bar getätigt - 2022 waren es 63 Prozent. Da große Beträge oft digital fließen, entfallen stationär aber nur mehr 45 Prozent des Umsatzes auf Bares.

Abgesehen davon werden 9 Prozent der Zahlungen im Internet getätigt und damit sowieso digital. Zwei von drei Befragten kaufen im Internet ein. Allerdings fehle noch "die öffentliche Alternative einer digitalen Bezahlmöglichkeit" vermerkt die Nationalbank. Derzeit würden zwei Drittel der elektronischen Zahlungen in Europa über US-Anbieter laufen, 13 von 21 Euroraum-Ländern seien im Handel vollständig abhängig von nicht-europäischen Zahlungssystemen - darunter auch Österreich.

Abhilfe von der US-Abhängigkeit soll der digitale Euro schaffen, verspricht die OeNB. Zugleich sei aber Wahlfreiheit bei den Zahlungsmitteln wichtig. Die Nationalbank setze sich für die EU-weite Annahmepflicht von Bargeld ein, auch bei Automaten, um niemanden auszuschließen. Ziel sei "die zukünftige Gleichstellung von Bargeld mit dem digitalen Euro".