Bayern will für Hypo Alpe Adria nicht zahlen
Bayerns Finanzminister Fahrenschon will deshalb beim österreichischen Finanzminister Pröll vorstellig werden. Für die Bayerische Landesbank sei die Hypo Alpe Adria eine große Tochter, sagte Fahrenschon am Mittwoch. "Sie ist in schwerem Wasser. Deshalb gibt es erheblichen Gesprächsbedarf mit dem österreichischen Finanzminister."
Die Hypo Alpe Adria braucht nach zwei Kapitalerhöhungen wegen eines erwarteten Milliardenverlusts in diesem Jahr erneut frisches Kapital von möglicherweise rund 2 Mrd. Euro.
Bayern habe bereits den Kaufpreis von 1,7 Mrd. Euro sowie die zwei Kapitalerhöhungen von 450 und 700 Mio. Euro finanziert, sagte Fahrenschon. "Wir haben unser Möglichstes getan, mehr kann Bayern nicht leisten."
Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Seehofer weiteren Hilfen für die österreichische Bank eine Absage erteilt. "Wir sind nicht bereit, den Landeshaushalt wegen der BayernLB und ihren Töchtern weiter zu belasten", sagte Seehofer dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Hier sind auch Österreich und das Land Kärnten in der Pflicht."