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1 Jahr nach Mateschitz' Tod: So läuft es jetzt bei Red Bull

21.10.2023

»Er ist nicht zu ersetzen, aber es muss weitergehen«, sagt ein enger Vertrauter. 

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© ATP Manfred NOGER
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Am 22. Oktober 2022 ist Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz im Alter von 78 Jahren gestorben. Vor seinem Tod hatte er noch selbst die Weichen für die künftige Konzernführung gestellt. "Er ist nicht zu ersetzen, aber es muss weitergehen", sagt Mateschitz' jahrzehntelanger Vertrauter Volker Viechtbauer, der fast 30 Jahre in führender Position bei Red Bull gearbeitet hat, jetzt den Sohn und Alleinerben Mark Mateschitz berät und soeben ein Buch über den Red-Bull-Gründer veröffentlicht hat.

Drei Manager. Geführt wird Red Bull jetzt von einem Manager-Trio: Oliver Mintzlaff (zuvor Geschäftsführer des deutschen Fußballklubs RB Leipzig), Franz Watzlawik und Alexander Kirchmayer. Alle drei sind langjährige Wegbegleiter von Dietrich Mateschitz und noch von ihm für diese Funktionen vorgeschlagen.

Erbe Mark Mateschitz noch reicher als Vater

Sohn Mark Mateschitz (31) hat keine operativen Funktionen im Red-Bull-Konzern und konzentriert sich -zumindest vorläufig - auf die Gesellschafterrolle. Er hat den 49-%-Anteil seines Vaters an Red Bull geerbt und ist nun der reichste Österreicher. Mit einem geschätzten Vermögen von 34,7 Mrd. Dollar liegt er in der Forbes-Liste 2023 der Reichsten der Welt auf Rang 37 - um 14 Plätze weiter vorn als im Vorjahr sein verstorbener Vater mit 27,4 Mrd. Dollar. Red Bull ist also im Wert weiter gestiegen.

11,5 Mrd. Dosen. In der Tat laufen die Geschäfte im Energydrink-Imperium glänzend. Der Umsatz stieg 2022 um ein Viertel auf 9,7 Mrd. Euro, wie der vor Kurzem veröffentlichte Geschäftsbericht -der erste nach dem Tod des Firmengründers -zeigt. Unglaubliche 11,5 Mrd. Dosen verkaufte Red Bull. Der Gewinn stagnierte wegen höherer Ausgaben für Sponsoring und Werbung bei 1,7 Mrd. Euro. Die Dividende hat Red Bull von 1,2 auf 1,5 Mio. Euro erhöht, die Hälfte davon geht an Mark Mateschitz.

Das Unternehmen laufe so, wie Mateschitz es sich gewünscht hat, sagt Viechtbauer. Und:"Wenn wir alles richtig machen, können wir den Umsatz in den nächsten 15 Jahren noch deutlich steigern."  

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