Deutsche Industrie investierte 2012 weniger
Dies zeigt, dass viele Firmen vor allem wegen des Aufflammens der Euro-Schuldenkrise stark verunsichert waren und zahlreiche Expansionspläne zunächst noch in der Schublade ließen. Zudem sind die Unternehmen vom Investitionsvolumen aus der Zeit vor der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 noch weit entfernt.
Das meiste Geld investierten im vorigen Jahr die Autohersteller und Zulieferer mit 13,6 Mrd. Euro - dies war ein Plus von etwa 1,1 Mrd. Euro verglichen mit 2011. Die Maschinenbauer erhöhten ihre Ausgaben um gut zehn Prozent auf 6,3 Mrd. Euro. Die Firmen der Metallerzeugung und -bearbeitung kamen auf einen Zuwachs von 6,4 Prozent. Einen deutlichen Rückgang der Investitionen von gut 20 Prozent gab es bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen. Allerdings hatten hier die Investitionen im Jahr davor mit rund 47 Prozent außergewöhnlich stark zugenommen. "Mit 3,3 Mrd. Euro erreichte dieser Wirtschaftsbereich 2012 immer noch das zweithöchste Investitionsvolumen der letzten sechs Jahre", erklärten die Statistiker.