Dazu Geld vom IWF

EU fixiert Hilfen für Pleite-Griechen

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Der Tisch ist angerichtet. Die Griechen erhalten Geld vom Währungsfonds, dazu Kredite einzelner Staaten. Darauf einigten sich Deutschland und Frankreich.

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Ab morgen, Donnerstag, debattieren die EU-Regierungschefs in Brüssel über die Finanzhilfe für Griechenland. Vorab flogen zwischen Berlin und Athen die Fetzen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel drohte den Griechen mit Ausschluss aus der Eurozone, weil Athen mit seiner Staatsverschuldung die Stabilität der Währungsunion gefährde. Ähnliche Härte signalisiert Merkel in Richtung anderer künftiger Euro-Pleiteländer.

Faymann: „Rauswurf ist nicht Sinn der Sache“

Nun aber steigt weißer Rauch auf. Frankreichs Präsident und Merkel einigten sich Dienstagnacht: Laut Diplomatenkreisen soll ein Sondergipfel der Euro-Länder – im Zuge des EU-Regierungschef-Gipfels – ein Kompromisspaket fixieren.

- Die Pleite-Griechen erhalten Finanzhilfe vom Währungsfonds.

- Dazu gewähren ihnen einzelne Länder bilaterale Kredite.

- Im Gegenzug sollen auf dem Gipfel schärfere Sanktionen für Defizitsünder geschlossen werden.

Die österreichische Regierung ist für Kompromisse. „Dass einer den anderen rauswirft, ist nicht Sinn der Sache“, so Kanzler Faymann gestern. Auch Finanzminister Pröll zeigte sich nach dem Ministerrat ablehnend.

Minister Pröll: „Bei Hilfe nicht im Abseits stehen“

Hinsichtlich möglicher EU-Hilfen für Griechenland deuteten Pröll wie Faymann als Präferenz bilaterale Haftungen an. Auf die Frage, ob sich Österreich nur Kärnten gerettet habe oder auch Griechenland unterstützen werde, sagte Pröll: „Es gibt Leute, die meinen, jedes Land hat sein eigenes Griechenland.“ Und dann: „Ich schließe Geldgeschenke aus, die nicht zurückkommen. Wenn solidarische Hilfsmaßnahmen beschlossen werden, sollte Österreich aber nicht im Abseits stehen.“ Er glaubt, dass die Griechen die Refinanzierung schaffen.

Griechenlands Finanzminister Papakonstantinou erklärt, dass sein Land beim Gipfel „nicht Bettler“ sein wolle. Aber auf eine „Lösung“ hoffe.