Fiat steigerte trotz Krise Marktanteil in Italien
Das Modell Fiat Punto wurde 2009 182.000 Mal verkauft und rückte somit zum meist abgesetzten Auto in Italien auf, gefolgt vom Kleinwagen Fiat Panda.
Mit Hilfe der Verschrottungsprämien der Regierung Berlusconi konnte der italienische Automarkt der Krise generell Stand halten. 2,158 Millionen Autos wurden 2009 in Italien zugelassen, das sind nur um 0,17 Prozent weniger als 2008. Allein im Dezember wurden 165.000 Autos zugelassen, das sind um 17,73 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2008.
Fiat-Chef Sergio Marchionne rechnet 2010 mit einer stabilen Nachfrage auf dem italienischen Automarkt. Die Regierung Berlusconi will die Prämien für die Verschrottung von Altautos auf das Jahr 2010 verlängern, um die Autoindustrie weiterhin zu unterstützen. Das Dekret zur Verlängerung der Anreize für die Autoindustrie soll noch im Jänner verabschiedet werden.
Die italienische Regierung will jedoch die Verlängerung der Anreize mit der Garantie verbinden, dass Fiat nicht sein sizilianisches Fiat-Werk in Termini Imerese schließt. Laut dem neu veröffentlichten Entwicklungsplan des Autobauers soll das Fiat-Werk, in dem das Modell Lancia Y gebaut wird, bis Ende 2011 geschlossen werden. Gegen die Schließung des Werks, das 1.400 Personen beschäftigt, sind aus Sizilien heftige Protestaktionen im Gange.