Zum Wochenende

Europas Börsen schließen mit Kursgewinnen

25.02.2011

Der Euro-Stoxx-50 beendete den Handel mit plus 1,22% bei 2.985,02 Zählern.

Zur Vollversion des Artikels
© dpa/Marius Becker
Zur Vollversion des Artikels

Die Leitbörsen in Europa haben nach einer mehrtägigen Verlustserie am Freitag im Frühhandel freundlich tendiert. Gegen 10.30 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.158,61 Punkten, das entspricht einem Plus von 28,11 Einheiten oder 0,39 Prozent.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 23,73 Einheiten oder 0,80 Prozent auf 2.972,86 Punkte. Der Handel an der Londoner Börse ist aktuell aufgrund technischer Probleme ausgesetzt.

Am Markt verwies man zur Erklärung für das freundliche Börsenumfeld auf die leichte Entspannung am Ölmarkt und die soliden Vorgaben aus Asien. Allerdings, so ein Analyst, sei die Stimmung angesichts der geopolitischen Unruhen in Nordafrika weiter angeschlagen. Insofern dürften sich die Anleger auch in den nächsten Tagen zurück halten.

Auf Unternehmensseite standen die Titel der spanischen Telefonica im Fokus, die nach der Präsentation der Jahresergebnisse für 2010 um 0,72 Prozent auf 18,13 Euro vorrückten. Dank des Wachstums seiner Auslandstöchter konnte der spanische Telekomkonzern im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Zuwächse verbuchen. Der Erlös kletterte von 56,7 Mrd. auf 60,7 Mrd. in die Höhe, wie das Unternehmen mitteilte. Der operative Gewinn der Gruppe erhöhte sich um 14 Prozent, organisch ohne Akquisitionen um 0,8 Prozent.

Gut gesucht präsentierten sich auch die Titel des französischen Baustoffkonzerns Saint Gobain, die sich an der Spitze des Euro-Stoxx-50 um 4,86 Prozent auf 42,76 Euro verteuern konnten. Am Vorabend hatte das Unternehmen bekannt gegeben, das operative Ergebnis im laufenden Jahr weiter deutlich steigern zu wollen. 2010 legte der operative Gewinn vor allem wegen der eingeleiteten Sparmaßnahmen um 41 Prozent auf 3,12 Mrd. Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz legte um 6,2 Prozent auf 40,12 Mrd. Euro zu. Unter dem Strich verdiente Saint-Gobain mit 1,13 Mrd. Euro 459 Prozent mehr als 2009.

Mit einem negativen Vorzeichen präsentierten sich hingegen Deutsche Telekom, die am DAX-Ende 1,50 Prozent auf 9,77 Euro verloren. Zwar konnte das Unternehmen den Gewinn im abgelaufenen Jahr kräftig steigern, die Markterwartungen wurden aber dennoch verfehlt. Der Überschuss stieg trotz hoher Sonderbelastungen von 353 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,7 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2010. Analysten hatten im Vorfeld mit 2,78 Mrd. Euro Überschuss gerechnet.

Zur Vollversion des Artikels