Zu Handelsschluss

Europas Leitbörsen uneinheitlich

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Euro-Stoxx schwächte sich um 4,61 Einheiten oder 0,18% auf 2.489,35 Zähler ab.
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Europas Aktienmärkte sind heute, Donnerstag, gestützt von einer freundlichen Eröffnung der US-Börsen nach schwachem Start uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 schwächte sich um 4,61 Einheiten oder 0,18 Prozent auf 2.489,35 Zähler ab. Zu Handelsbeginn zeigten sich die Märkte deutlich belastet vom weiteren Ausbleiben einer Einigung zwischen Griechenland und dessen Gläubigern. Nachdem in den USA jedoch im Zuge überraschend positiver Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten die Aktienbörsen freundlich eröffneten, konnten die Handelsplätze teils noch Vormittagsverluste wettmachen.

Ein Sektorenvergleich im Euro-Stoxx-50 weist für Medien (plus 0,87 Prozent), Chemie (plus 0,70 Prozent) und Technologie (plus 0,53 Prozent) die höchsten Gewinne aus. Die deutlichsten Abgaben erlitt hingegen die Bankbranche (minus 0,83 Prozent), gefolgt von Telekommunikation (minus 0,80 Prozent) und den Versicherungen (minus 0,69 Prozent).

Schwächster Einzelwert waren die Aktien des italienischen Stromversorgers Enel, sie rutschen 5,41 Prozent auf 3,09 Euro ab. Auch zahlreiche Finanztitel gerieten unter Druck: BBVA (minus 4,09 Prozent), Generali (minus 2,90 Prozent), Banco Santander (minus 2,56 Prozent) und AXA (minus 1,27 Prozent) lagen ebenso unter den schwächsten Werten im Index.

Doch auch für die Finanztitel verlief der Handelstag uneinheitlich, finden sich doch auch zahlreiche von ihnen am oberen Indexende: Stärkster Titel im Euro-Stoxx-50 waren BNP Paribas, sie kletterten 2,78 Prozent auf 25,86 Euro. Doch auch Intesa SanPaolo (plus 1,74 Prozent) und Societe Generale (plus 0,78 Prozent) verteuerten sich. Die Griechenland-Krise hat bei der zweitgrößten französischen Bank tiefe Spuren in der Bilanz hinterlassen. Der Überschuss der Societe Generale brach im vergangenen Jahr um fast 40 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro ein. Im Schlussquartal vermied die Bank mit einem Gewinn von 100 Mio. Euro nur knapp rote Zahlen. Belastet wurden die Ergebnisse von neuen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen sowie dem Abbau von Geschäften in US-Dollar. Damit die Bank die künftig strengeren Kapitalvorschriften erfüllen kann, müssen die Aktionäre auf eine Dividende verzichten.

SAP legten 0,51 Prozent auf 48,92 Euro zu. Nach mehreren Verlängerungen der Angebotsfrist ist die 2,5 Mrd. Euro schwere Übernahme des US-Softwareherstellers Successfactors durch SAP endlich von Erfolg gekrönt. Rund 95,5 Prozent der ausstehenden Aktien von Successfactors seien Europas größtem Softwarekonzern angedient worden, wie die US-Firma der US-Börsenaufsicht SEC mitteilte.

Die Direktbank Comdirect greift ihrem kapitalhungrigen Großaktionär Commerzbank mit nahezu 64 Mio. Euro Dividende unter die Arme. Nach dem ersten dreistelligen Millionengewinn der 16-jährigen Firmengeschichte hebt Comdirect die Ausschüttung für 2011 kräftig auf 56 (Vorjahr: 42) Cent je Aktie an. 80,5 Prozent davon gehen an die Commerzbank, die nach dem Willen der Bankenaufsicht ihre Kapitaldecke um 5,3 Mrd. Euro aufstocken muss. Commerzbank fielen um 1,65 Prozent auf 2,03 Euro.