Wiener Börse

Konflikte in Ukraine und Israel belasten

18.07.2014

Konflikte in Ukraine und Israel sorgen für Unsicherheit: Wolford nach Zahlen im Minus.

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© APA / Roland Schlager
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Belastet von den eskalierenden Konflikten in der Ostukraine und in Israel hat sich die Wiener Börse mit tieferen Notierungen ins Wochenende verabschiedet. Der ATX fiel am Freitag um 18,73 Punkte oder 0,78 Prozent auf 2.369,65 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex ungefähr auf der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.370 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,57 Prozent, DAX/Frankfurt -0,44 Prozent, FTSE/London +0,14 Prozent und CAC-40/Paris +0,38 Prozent.

Auch an den europäischen Leitbörsen ging es zunächst klar bergab. Bereits am Vortag hatte der mutmaßliche Abschuss eines malaysischen Passagierflugzeugs über der Ostukraine für Unsicherheit gesorgt. Zum Wochenschluss kamen dann noch Sorgen um die Lage in Israel hinzu, nachdem das Land eine Bodenoffensive im Gazastreifen gestartet hatte, die bereits zahlreiche palästinensische Opfer gefordert hatte.

Im Tagesverlauf hellte sich die Stimmung in Europa jedoch etwas auf. Etwas Unterstützung kam von einer positiven US-Börseneröffnung. An den New Yorker Aktienbörsen scheinen die geopolitischen Risiken bereits eingepreist worden zu sein, kommentierten Marktteilnehmer.

In Wien zogen unter anderem schwache Bankwerte den Markt nach unten. Raiffeisen verloren in einem freundlichen europäischen Branchenumfeld 1,66 Prozent auf 22,18 Euro und Erste Group gaben um 1,22 Prozent auf 18,63 Euro nach. Ans Ende der Kurstafel rutschten jedoch Polytec (minus 3,70 Prozent auf 7,80 Euro) und Palfinger (minus 4,49 Prozent auf 24,69 Euro) ab.

Neue Unternehmensnachrichten kamen von Wolford. Der Strumpfkonzern hat 2013/14 das zweite Jahr in Folge Verluste geschrieben. Nach Steuern blieb ein Verlust von 2,81 Mio. Euro übrig. Finanzchef Thomas Melzer ist aber zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 operativ wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Die Titel gingen mit minus 1,82 Prozent auf 23,25 Euro aus dem Handel.

Unter den Kursgewinnern waren dagegen Semperit zu finden. Das Unternehmen ordnet seine Zusammenarbeit mit dem thailändischen Partner Sri Trang neu. In einem 50:50-Joint Venture wird in Thailand ein Werk für Schutz- und Untersuchungshandschuhe betrieben. Der Vertrieb wird mit Jahreswechsel neu aufgeteilt, außerdem kämpft Semperit vor Gericht darum, seine Rechte in dem Joint Venture durchzusetzen, hieß es am Donnerstagabend. Semperit erhöhten sich um 0,30 Prozent auf 46,09 Euro.

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