Bank Austria: Weitere Milliarde für die Gemeinden
Die Bank Austria erhöht das Finanzierungsvolumen für den kommunalen Bereich. Zudem wird das Beratungsangebot für die mittelfristige Gemeinde-Finanzplanung erweitert.
Die Refinanzierung der neuen Kreditoffensive basiert auf einem Öffentlichen Deckungsstock, der von Moody´s ein AAA-Rating erhalten hat. Auf Grund der Refinanzierungsmöglichkeiten der UniCredit macht die Bank Austria damit einen Vorgriff auf die geplante Pfandbriefemission und stellt den Kunden aus dem Kommunalen Bereich schon jetzt diese günstigeren Konditionen zur Verfügung: Bei einer Langfristfinanzierung auf 15 Jahre zahlen die Kommunen 4,5 % Fixzinsen. Im kurzfristigen Bereich betragen die Zinsen rund 1,5 % (variabel).
Der Finanzierungszweck der Infrastruktur-Milliarde reicht von Pflegeheimen und Krankenhäusern über Verkehrswege bis hin zu Kulturstätten und kann auch im Wege von Projektfinanzierungen bzw. PPPs ausgenutzt werden. Parallel dazu ruft die Bank Austria eine Beratungsoffensive für den Kommunalen Sektor ins Leben.
Derzeit haben Kommunen, die sich bei der Bank Austria Geld ausgeliehen haben, noch keine Zahlungsprobleme, sagte Helmut Bernkopf, Firmenkundenvorstand der Bank Austria. Das Finanzinstitut ist mit 7 Mrd. Euro Ausleihungen an die öffentliche Hand und rund 3.500 Kunden Marktführer unter den Universalbanken im kommunalen Bereich.
Sollten die bestehenden Kommunalkunden in Schwierigkeiten geraten, will ihnen Bernkopf mit tilgungsfreien Zeiten, Stundungen und Laufzeitverlängerung unter die Arme greifen - man sei ja keine Schönwetter-Bank. Neben der Milliarde startet die Bank Austria auch eine Beratungsoffensive für den öffentlichen Sektor. "Angesichts des öffentlichen Budgets sehe ich insbesondere in Projektstrukturen für größere Finanzierungen und in der Ausgabenkontrolle durch Zinsabsicherung Potenzial", so der Banker.
Kommunen: Transferleistungen und Personalkosten steigen
In einer aktuellen Szenariorechnung geht das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung von einem Finanzierungsbedarf der Gemeinden von mindestens 1 Mrd. Euro bis 2012 aus. Dem liegt die realistische Annahme zu Grunde, dass die Transferleistungen an die Länder bis dahin jährlich um 10 % steigen.