Schlechte Ernten

Bier soll nächstes Jahr teurer werden

13.09.2010

Gestiegene Kosten sorgen für eine spürbare Preiserhöhung.

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© TZ Oesterreich Reismann
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Bei Ottakringer glüht noch der Rechenstift. Bier-Boss Siegfried Menz bereiten aber die hohen Einkaufspreise bei den Rohstoffen Gerste und Hopfen, sowie höhere Verpackungskosten einiges an Kopfzerbrechen: "Viele Parameter zeigen nach oben. Es wird eng. In den nächsten zwei bis drei Monaten werden wir entscheiden, ob Ottakringer die Preise erhöhen wird."
Ähnlich läuft es beim Marktführer Brau Union Österreich mit den Marken Zipfer, Gösser und Puntigamer. Brau Union-Chef Markus Liebl rechnet ebenfalls noch alle Kostenfaktoren durch, während kleinere Brauereien bereits fix mit Verteuerungen rechnen.

Schlechte Getreideernten machen Bier teurer

Fohrenburger und Mohrenbräu aus Vorarlberg werden 2011 mit rund 5 Prozent höheren Preisen vorpreschen. Neben der schlechten Getreideernte werden hier auch gestiegene Lohnkosten ins Treffen geführt.

Spekulanten heizen Preise für Bier kräftig an

Die internationale Preisbildung von Braugetreide findet an den Spotmärkten statt. Dort liegt das Niveau derzeit so hoch wie zuletzt 2008 - dem Jahr in dem die letzte flächendeckende Bierpreiserhöhung durchgeführt wurde.
Die Auswirkungen einer fünfprozentigen Teuerung haben für die durstigen Konsumenten klare Auswirkungen. Eine durchschnittliche Kiste, etwa von Hirter Bier, würde um 60 Cent teurer und dann 17,40 Euro Kosten. In der Gastronomie könnte die Halbe um 20 Cent teurer werden.
Beim Münchner Oktoberfest werden heuer die Preiserhöhungen bereits vorweggenommen. Eine Maß kostet dort bis zu 8,90 Euro und schlägt damit den deutschen Durchschnittspreis um knapp 13 %.
 

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