10 Cent je Aktie

Immofinanz will 2010/11 Dividenden zahlen

22.10.2010


Das Unternehmen will sich nun dem klassischen Immobiliengeschäft widmen.

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Die börsenotierte Immofinanz will nach der gelungenen Sanierung des Konzerns schon in Kürze mit Dividenden-Zahlungen starten. Bereits für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 sollen 10 Cent je Aktie gezahlt werden, wenn die Bond-Refinanzierung gelingt, woran er aber nicht zweifle, sagte CEO Eduard Zehetner am Freitagnachmittag auf der Gewinn-Messe. Später, 2012/13, könnte man 20 Cent pro Anteilsschein zahlen, sofern bis dahin wie geplant das EBITDA auf 600 Mio. Euro im Jahr steigt, so Zehetner.

Konzentration auf Immobiliengeschäft
Binnen zwei Jahren soll die Immofinanz das drittgrößte Immobilienunternehmen in Europa sein, derzeit sei man die Nummer 5. Die Immofinanz sei nun saniert, und man könne sich nun wieder auf das klassische Immobiliengeschäft und auf die Zukunft konzentrieren. Bis 2015 möchte Zehetner in Summe Immobilien für etwa 2,2 Mrd. Euro verkaufen, wie das "Format" am Freitag schrieb - "es gebe aber keinen Liquiditätsdruck, sodass wir das morgen machen müssen", sagte er auf der Gewinn-Messe.

Acht Kernländer im Fokus
Die Development-Pipeline wurde stark reduziert auf ein verkraftbares Ausmaß von etwa 3,1 Mrd. Euro, wovon die Hälfte investiert sei. Für eine Milliarde könnte in den nächsten 12 bis 18 Monaten der Startschuss gegeben werden, falls man die Projekte für sinnvoll hält. Gemäß der Kernstrategie konzentriert man sich auf acht Kernländer, darunter Österreich, Deutschland, CEE. Das Portfolio soll sich künftig von Einkaufszentren und Wohnbau zu Bürogebäuden verschieben. Rumänien sei derzeit das schwierigste Land.

Erträge aus Asset Management sollen steigen
Im nächsten Geschäftsjahr 2012/13 will die Immofinanz auf ein EBITDA von 450 bis 600 Mio. Euro kommen, heißt es in einer neuen, im Oktober online gestellten Präsentation des Unternehmens. Dabei sollen die Erträge aus dem Asset Management bis dahin von 438 Mio. auf 488 bis 588 Mio. Euro steigen. Die Erträge aus Immo-Verkäufen sollen bei 30 bis 60 Mio. Euro liegen, nach 35 Mio. Euro im vorigen Geschäftsjahr. Bei etwa stabilen sonstigen Erträgen wären operativ 588 bis 758 Mio. Euro zu erzielen (nach 532 Mio. Euro). Je nach Personal- und Overheadkosten würde sich dann ein EBITDA zwischen 448 und 608 Mio. Euro in 2012/13 errechnen.

Wandelanleihen werden 2011 refinanziert
Die ausstehenden Wandelanleihen, die noch bis 2014 und 2017 laufen, will Zehetner im 1. Kalenderquartal 2011 refinanzieren, hatte vor kurzem der "boerse-express" unter Berufung auf Äußerungen bei einer Roadshow geschrieben. Er gehe davon aus, dass dies gelinge, sagte der Konzernchef am Freitag. Man werde auch andere, neue Bonds ausgeben, aber "ein bisschen kleiner und ein bisschen später".

Bank-Hülle soll bis zu 80 Mio. bringen
Von der in die Immofinanz integrierten Bank-Hülle "Aviso Zeta" (Ex-Constantia-Privatbank) will Zehetner am Ende des Tages unterm Strich 50 bis 80 Mio. Euro herausholen, hieß es im "Format" - schließlich ist man wegen der Constantia-Vergangenheit noch mit Klagen konfrontiert.

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