Knalleffekt
Reichersberg stimmt gegen Amazon-Ansiedlung
08.05.202611 zu 8 Stimmen gegen Verhandlungen zur Betriebsansiedlung - wegen befürchteter Zunahme des Verkehrs
Ungeachtet wie konkret der US-Onlinehändler Amazon in Reichersberg (Bezirk Ried im Innkreis) Pläne für einen neuen Standort verfolgt haben will, hat der Gemeinderat in seiner Sondersitzung Donnerstagabend dem Vorhaben ein Ende gesetzt. Mit 11 zu 8 Stimmen votierten die Mandatare gegen die Aufnahme von Verhandlungen des Wirtschaftsparks Innviertel Reichersberg, an der die Gemeinde 35 Prozent der Anteile hält, über die Betriebsansiedlung, so Bürgermeister Bernhard Öttl (ÖVP).
Die Bedenken, dass durch das neue Logistikzentrum der Verkehr in der Gemeinde zu stark zunehmen würde, haben laut dem Bürgermeister zu dem Nein geführt. Für die offenbar überschuldete Wirtschaftspark Gesellschaft könne diese Entscheidung weitreichende Konsequenzen haben, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten". Es drohe die Insolvenz, hieß es. Öttl meinte zum finanziellen Risiko, dass seine Gemeinde nur eine Stammeinlage von 12.500 Euro an der Gesellschaft halte. Die restlichen 65 Prozent der Wirtschaftspark GmbH gehören dem Gemeindeverband Interkommunale Betriebsansiedlung.