Insolvenzgericht billigt GM-Rettung durch Staat
Die US-Regierung will die rettende Übernahme des mehr als 100 Jahre alten Traditionskonzerns noch diese Woche unter Dach und Fach bringen. GM könnte damit die erst am 1. Juni beantragte Insolvenz bald verlassen. Das größte Insolvenzverfahren der US-Industriegeschichte würde so weit schneller abgeschlossen als zunächst vielfach erwartet.
Allerdings können die GM-Gläubiger weiterhin gerichtlich gegen den Rettungsplan vorgehen. Ihnen bleibt dafür bis diesen Donnerstag Zeit. Klagen drohen GM auch von Gruppen mit Schadenersatzforderungen aus früheren Streitfällen. Bei dem kleineren GM-Rivalen Chrysler waren in der Insolvenz drei Fonds wegen eines niedrigen Millionenbetrags bis vor das Oberste Gericht der USA gezogen, scheiterten aber letztlich.
Für US-Präsident Barack Obama wäre der Neuanfang von GM ein weiterer Erfolg bei der Rettung der in ihrer bisher tiefsten Krise steckenden amerikanischen Autoindustrie. Erst Mitte Juni hatte Chrysler sein Insolvenzverfahren überraschend schnell nach bereits rund 40 Tagen beenden können. Den Neustart ermöglichte hier der Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns.