Rechnungshof vor Ort

ORF-Gehälter sorgen für Aufregung bei Prüfern

01.02.2026

Rechnungshof schreitet ein +++ "Weiße Elefanten" im ORF sorgen für Aufregung +++ Personal verdient äußerst ungleich ++ Pius Strobl verdient mehr als der ORF-Generaldirektor Roland Weißmann.
 
 

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© Karl Schöndorfer
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Der Rechnungshof hat wie berichtet eine Prüfung des ORF eingeleitet, unter anderem geht es um die hohen Personalausgaben von mehr als 400 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte der Haushaltsabgabe (sie bringt dem ORF mehr als 710 Millionen Euro im Jahr) fließt also direkt in die Gehälter.

Journalisten profitieren nur bedingt  

Doch Journalisten profitieren nur bedingt davon. Viele Junge haben prekäre Verträge, wo ungewiss ist, ob sie verlängert werden. Dagegen gibt es „weiße Elefanten“, das sind ehemalige hochrangige Mitarbeiter, die von Arbeit de facto freigestellt sind, aber weiter voll verdienen, berichtet ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler oe24. Dass Pius Strobl, ein Gründer der Grünen, mit 451.000 Euro brutto im ORF mehr verdient als der Generaldirektor sei ein „problematischer Zustand“. 

Der Rechnungshof will seine Prüfung über mehrere Monate abhalten und alles genau unter die Lupe nehmen. Vor der Wahl des neuen ORF-Generaldirektors im Sommer ist allerdings kein Bericht zu erwarten.

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