Job-Sorge
Mercedes verkauft Autohäuser an Investor
12.05.2026Große Veränderungen bei Mercedes-Benz: Mehrere Niederlassungen des Autobauers wechseln den Besitzer. In Berlin wurden nun sämtliche Standorte an einen kanadischen Investor verkauft. Für tausende Beschäftigte in Deutschland wächst damit die Unsicherheit.
Neuer Eigentümer der Berliner Mercedes-Häuser ist der Unternehmer Kuldeep Billan. Seine „Alpha Auto Group“ übernimmt die Standorte in der Hauptstadt. Betroffen sind unter anderem Verkaufsstellen, Werkstätten und Verwaltungsbereiche. Mitarbeiter wurden laut Berichten über den Schritt teils per E-Mail informiert.
- Tausende Nutzer melden Spotify-Ausfall
- Netflix-Konto gesperrt? Vorsicht vor Betrugs-Masche
- Tech-Chefs begleiten Trump nach Peking
Tausende Jobs betroffen
Der Verkauf könnte bundesweit noch deutlich größere Folgen haben. Laut Medienberichten sollen in den kommenden Jahren weitere Mercedes-Niederlassungen in Deutschland abgegeben werden, darunter Standorte in München, Hamburg und der Region Rhein-Ruhr.
Laut Gewerkschaft könnten insgesamt rund 8.000 Beschäftigte betroffen sein. Dazu zählen Mitarbeiter aus Verkauf, Verwaltung, Marketing, Werkstätten und Vertrieb. Allein in Berlin arbeiten etwa 1.500 Menschen an mehreren Mercedes-Standorten.
Mitarbeiter bangen um Zukunft
Für viele Beschäftigte sorgt vor allem die Zeit nach der Übernahme für Sorgen. Zwar soll es zunächst eine Garantie auf Weiterbeschäftigung geben, diese sei aber auf ein Jahr begrenzt. Danach könnten neue Arbeitsverträge notwendig werden. Welche Auswirkungen das auf Löhne, Arbeitszeiten oder bestehende Tarifregelungen haben könnte, ist derzeit offen.
Einige Beschäftigte berichten gegenüber der "Bild" zudem von Angeboten für freiwillige Austritte. Nach Jahrzehnten im Unternehmen empfinden manche die vorgeschlagenen Abfindungen jedoch als enttäuschend.
Umbau bei Mercedes läuft weiter
Bereits seit längerer Zeit wehren sich Beschäftigte gegen den Verkauf der Niederlassungen. Dennoch scheint der Konzern seinen Umbau weiter voranzutreiben. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren weitere Standorte den Besitzer wechseln könnten.