Traditionsbetrieb

Österreichischer Automobilzulieferer pleite: Über 300 Mitarbeiter bangen um Job

16.01.2026

Der Automobilzulieferer EITEK aus Niederösterreich beantragt ein Sanierungsverfahren. 319 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs, während das Unternehmen auf eine Restrukturierung unter Eigenverwaltung setzt. 

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© getty/Symbolbild
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Die EITEK GmbH, gegründet 1850 ursprünglich als Teppichweberei, ist heute ein weltweit anerkannter Zulieferer für Innenausstattung im Premiumfahrzeugsegment. Trotz jahrelanger Erfolge musste das Unternehmen aus Ebergassing ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragen.

Mitarbeiter und Passiva

Aktuell beschäftigt die Firma 319 Mitarbeiter, darunter 83 Angestellte und 236 Arbeiter. Die Passiva belaufen sich auf rund 36 Millionen Euro. Im hypothetischen Schließungsfall könnten mögliche Schadenersatzforderungen bis zu 109 Millionen Euro erreichen. 272 Gläubiger sind betroffen, die Mitarbeiter nicht eingerechnet.

Ursachen der Krise

Laut KSV1870 resultieren die Insolvenzprobleme aus Umsatzrückgängen infolge der allgemeinen Krise in der Automotive-Branche. Durch die Eigenverwaltung soll ein Restrukturierungs- und Sanierungskonzept umgesetzt werden, um die Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen.

Sanierungsplan für Gläubiger

Gläubigern wird im Rahmen des beantragten Sanierungsverfahrens eine Sanierungsplanquote von 30 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme. Peter Stromberger vom KSV1870 betont, dass es sich zunächst um ein erstes Formalangebot handelt, dessen Angemessenheit und Durchführbarkeit noch geprüft werden muss. 

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