Plus 9,3% in einem Jahr
Österreichs Millionäre werden immer reicher
Vermögenskonzentration steigt - Superreiche kennen keine Krise.
neue Millionäre
Millionäre scheinen krisenresistent zu sein, weil sie ihr Vermögen breit streuen und schnell auf Veränderungen reagieren. 2013 schichteten sie in großem Maß in Aktien um, da es an den Börsen aufwärtsging. Gleichzeitig setzten sie weiter auf Luxusimmobilien.
Seit Beginn der Krise 2007 hat der Club der Euro-Millionäre in Österreich, Deutschland und der Schweiz mehr als 200.000 neue Mitglieder bekommen. 2013 wuchs er abermals um 7,4 Prozent auf einen Rekordwert 1,21 Millionen Menschen, die zusammen zweieinhalb Billionen (2.591 Milliarden) Euro besitzen.
Der Aufwärtstrend wird weitergehen, prognostizieren die Liechtensteiner Finanzexperten. Bis zum Jahr 2017 soll das Gesamtvermögen der Millionäre aus der DACH-Region um ein Viertel auf 4.205 Milliarden Euro steigen, Wachstumsraten von jährlich 5,8 Prozent sind vorausgesagt.
Die Reichen werden also tatsächlich immer reicher - das Millionärsvermögen wächst viel schneller als das der Normalbevölkerung oder die Volkswirtschaft und die Vermögenskonzentration nimmt weiter zu. Mittlerweile verfügt in der DACH-Region 1 Prozent der Bevölkerung über mehr als ein Drittel des gesamten Privatvermögens. Die reichsten 30 Personen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz besaßen 2013 über 304,4 Mrd. Euro.
Plus 9,3 Prozent
Die zehn reichsten Österreicher wurden noch schneller reich als die gewöhnlichen Millionäre, sie steigerten ihr Vermögen im Vorjahr um 9,3 Prozent auf 81,9 Mrd. Euro.
Davon entfallen per Mai 2014 ganze 45,2 Mrd. auf die Familien Porsche und Piech, Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz kommt auf 8,5 Mrd. Euro, die Familie Flick auf 7 Mrd. Euro. Billa-Gründer Karl Wlaschek werden 4,6 Mrd. Euro zugeschrieben und Novomatic-Gründer Johann Graf. 4,5 Mrd. Euro. Es folgen Heidemarie Horten (3,5 Mrd.), der Swarovski-Clan (2,8 Mrd.), Andritz-Chef Wolfgang Leitner (2,1 Mrd.), Patricia, Karl Emil und Marie-Rose Kahane (Bank Gutmann, Jungbunzlauer, 2 Mrd.) sowie Frank Stronach (1,7 Mrd.).