Diesel über 2 Euro
Osterfrieden an Tankstelle: Erhöhung bleibt aus
06.04.2026
Ein Wunder? Die Tankstellen froren ihre Preise – auf hohem Niveau – am Montag ein. Sinken werden die Preise noch für viele Wochen nicht, sagt ein ARBÖ-Experte oe24.
Aufatmen für Autofahrer! Die Jet-Tankstelle bei Baden in Niederösterreich hat ihre Preise nicht erhöht. Viele weitere Tankstellen ebenfalls nicht. oe24.TV filmt live mit, wie sich um 12 Uhr auf der Anzeigentafel der Tankstelle nichts tut.
Diesel bleibt zwar weit über 2 Euro, bei exakt 2,163 Euro pro Liter, springt aber nicht in die Höhe. Billiger wird Sprit freilich auch nicht.
Super bleibt bei 1,721 Euro stehen.
Seit Anfang März kostet Diesel 65 Cent mehr
Seit Anfang März hat sich Diesel um 65 Cent verteuert, Benzin um rund 25 Cent.
ARBÖ: "Preise bleiben hoch"
"Die Preise dürften noch länger auf hohem Niveau bleiben", sagt ARBÖ-Experte Sebastian Obrecht gegenüber oe24. Somit dürfte man auch in den nächsten Wochen nicht mit günstigeren Treibstoffpreisen rechnen. Diesel bleibt klar über 2 Euro pro Liter.
Bundesweiter Schnitt von Ostersonntag bleibt erhalten
Am Ostermontag entsprechen die Preise mehr oder weniger dem bundesweiten Schnitt von Ostersonntag. Am gestrigen Ostersonntag kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt bundesweit 2,147 Euro, für einen Liter Superbenzin mussten 1,752 Euro bezahlt werden. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber Samstag, an dem 2,172 Euro für Diesel und 1,765 Euro für Benzin verlangt wurden. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control hervor.
"Kollektiver Nervensummenbruch an der Zapfsäule"
Die industrienahe Denkfabrik Agenda Austria fragt sich am Montag, ob ein "kollektiver Nervensummenbruch an der Zapfsäule" herrscht und spricht von "Verrenkungen" der Regierung im Zusammenhang mit der Spritpreisbremse. "Alles für ein paar Cent weniger an der Zapfsäule. Dabei sind die aktuellen Spritpreise zwar ärgerlich, aber kaufkraftbereinigt nicht gerade ein nationaler Notstand", so der Think Tank.
Erhöht werden dürfen die Tankstellenpreise nur noch am Montag, Mittwoch und Freitag jeweils zu Mittag.
Neues Panik-Datum
Am 10. April erreicht die letzte Öllieferung aus Nahost Europa. Wenn der Iran-Krieg weitergeht, dann könnten spätestens ab 10. April wieder Preissteigerungen angesagt sein. Energieexperten wie Johannes Benigni schließen dann auch drei Euro pro Liter Diesel nicht mehr aus.